Interview: Brennstoffzelle - Mobile Stromquelle der Zukunft?

Golem.de: Auf welche Größe könnten Brennstoffzellen und die benötigten Brennstoffbehälter mittelfristig schrumpfen? Ist es denkbar, auch ein Handy oder noch kleinere Geräte mit Brennstoffzellen zu betreiben?

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Groos: Einige überzeugende Entwicklungen fürs Handy werden durch Samsung, Toshiba, MTI Fuel Cells und auch durch uns durchgeführt. Diese sind aus meiner Sicht jedoch erst in drei bis vier Jahren marktfähig. Schon früher wird es netzunabhängige Ladestationen für das Mobiltelefon geben, die auf Basis von Brennstoffzellen arbeiten.

Golem.de: Am anderen Ende des Einsatzspektrums "mobiler" Brennstoffzellen arbeiten derzeit einige Automobilhersteller daran, entsprechende Autos zur Marktreife zu bringen. Einst groß angekündigte Termine zur Markteinführung haben sich hier allerdings mittlerweile überholt. Wie unterscheiden sich die Probleme der Automobilhersteller von denen, die kleine Designs beispielsweise zum Einsatz mit Notebooks nach sich ziehen?

Groos: Die "kleinen" Zellen kämpfen mit der Miniaturisierung und völlig unterschiedlicher Systemtechnik. Inzwischen kann man sagen, dass sich die technologischen Entwicklungen stark voneinander abgekoppelt haben. Trotzdem profitieren beide Richtungen von den Erfolgen der anderen Brennstoffzellen im Sinne der Marktvorbereitung.

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Golem.de: Was macht Sie zuversichtlich, dass Ihr Design bereits 2004 auf den Markt kommen wird?

Groos: Die Masterflex-Brennstoffzelle funktioniert zuverlässig und bietet für Nischenmärkte bereits heute deutliche Vorteile gegenüber der Batterie. Ich denke, dass Masterflex in 2004 Stückzahlen von wenigen 100 erreichen kann. Wie gesagt, wir sprechen bis 2005 noch nicht von Millionen-Märkten, sondern von der Markteinführung einer völlig neuen Technologie, und da wird man sich im ersten Schritt über einige hundert bis zehntausend Stückzahlen freuen. Zunächst geht es natürlich darum, Erfahrungen mit der Technologie im alltäglichen Einsatz zu sammeln.

Golem.de: Der Gedanke, ein Notebook auf Basis einer Brennstoffzelle zu betreiben, ruft bei Verbrauchern oft Bedenken hervor. Reaktionen wie "ein solches System werde zu heiß und könne explodieren" oder die "Nutzung in Flugzeugen sei sicherlich nicht erlaubt", sind zu hören. Können Sie solche Befürchtungen entkräften?

Groos: Die technologischen Risiken hat man durchaus im Griff, so dass sie keine größeren Gefahren befürchten müssen als mit heutigen Batterien. Der Li-Ionen-Akku ist bei seiner Markteinführung vor wenigen Jahren einige Male explodiert, was zu großen Verzögerungen bei der Markteinführung geführt hat. Selbstverständlich müssen vor der Markteinführung von Brennstoffzellen die entsprechenden Zulassungen eingeholt werden.

Nach Umfragen, die ich kenne, wird aber mit der Brennstoffzelle im Allgemeinen eher High-Tech und Innovation verbunden, als ein Sicherheitsrisiko. Von daher sehe ich die Stimmung in der Bevölkerung eher positiv.

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yom 25. Jun 2004

Das ist so nicht richtig. Alle regenerativen Energien zusammen werden Öl und Kohle...

Fisch 22. Nov 2003

so viel ich weiß ist der prototyp so groß wie ein Laptop akku und nicht wie ein Kleinwagen...

Fisch 22. Nov 2003

naja bei Leichtwasserreaktoren kann eigentlich nicht so viel schief gehen wie in...

Ich 21. Nov 2003

da hast du wohl recht, auch wenns noch keiner einsieht. Alle regenerativen Energien...

Kaffeesatzleser 21. Nov 2003

Es war einmal... Solange sich Brennstoffzellen nicht in Großgeräten etablieren und...



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