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Interview: Brennstoffzelle - Mobile Stromquelle der Zukunft?

Golem.de: Neben dem Einsatz von Wasserstoff wird auch Methanol als Brennstoff eingesetzt. Welche Vor- und Nachteile bieten die beiden Alternativen?

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Groos: Methanol hat eine doppelt bis dreifache Energiedichte gegenüber heutigen Wasserstoffspeichern. Das heißt mit gleicher Tankgröße und bei gleichem Tankgewicht können Geräte gegenüber Wasserstoff dreimal so lange betrieben werden. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle hat allerdings eine doppelt bis dreifach höhere Leistungsdichte, das heißt, die Wasserstoff-Brennstoffzelle ist nur halb so groß und schwer wie die Methanol-Brennstoffzelle. Eine Methanol-Logistik scheint einfacher aufzubauen zu sein als die flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff.

Beide Alternativen haben Vor- und Nachteile, so dass die technisch optimale Lösung nur für die jeweilige Anwendung gefunden werden kann.

Golem.de: Kommerzielle Hersteller planen, Brennstoffzellen derzeit vor allem Unternehmenskunden anzubieten, um das Problem der fehlenden Versorgungsinfrastruktur mit den benötigten Energieträgern in den Griff zu bekommen. Wie lange werden Endkunden noch auf Brennstoffzellen-Notebooks warten müssen?

Groos: Die asiatischen Unternehmen wie Toshiba, Samsung, NEC etc. haben die Markteinführung von Brennstoffzellen-Notebooks für 2004 und 2005 angekündigt. Dabei wird es sich sicherlich um Nischenmärkte handeln. Ich denke, dass es eher 2007/2008 werden wird, bis der Normalbürger Notebooks mit Brennstoffzellen kaufen kann.

Golem.de: Die von Ihnen zusammen mit Masterflex entwickelte Brennstoffzelle, aber auch andere gezeigte Prototypen, sind zwar für den mobilen Einsatz tauglich, benötigen im Vergleich zu der aktuellen Energieversorgung mobiler Endgeräte aber noch recht viel Platz und sind auch verhältnismäßig schwer. Werden Brennstoffzellen Akkus als primäre Stromversorgung für mobile Endgeräte überhaupt ersetzen können?

Groos: Die inzwischen kommerziell verfügbaren Entwicklungen von Voller Energy oder SmartFuelCell wie auch Fraunhofer ISE & Masterflex sind portable Energiekoffer für verschiedene Anwendungen, die sich sicherlich auch auf Nischenanwendungen beziehen, jedoch nicht für das Notebook alleine gedacht sind. Im Notebook werden zukünftig vermutlich Hybridsysteme ihren Einsatz finden, bei denen ein Akku durch eine Brennstoffzelle aufgeladen wird. So lässt sich die gute Leistungsdynamik des Akkus mit der hohen Energiedichte der Brennstoffzelle kombinieren.

Hier sehe ich bei weiterhin fortschreitender Entwicklung durchaus gute Chancen für die Brennstoffzelle.

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yom 25. Jun 2004

Das ist so nicht richtig. Alle regenerativen Energien zusammen werden Öl und Kohle...

Fisch 22. Nov 2003

so viel ich weiß ist der prototyp so groß wie ein Laptop akku und nicht wie ein Kleinwagen...

Fisch 22. Nov 2003

naja bei Leichtwasserreaktoren kann eigentlich nicht so viel schief gehen wie in...

Ich 21. Nov 2003

da hast du wohl recht, auch wenns noch keiner einsieht. Alle regenerativen Energien...

Kaffeesatzleser 21. Nov 2003

Es war einmal... Solange sich Brennstoffzellen nicht in Großgeräten etablieren und...


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