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Zerrissene Stasi-Akten werden per Rechner rekonstruiert

Mühevolle Rekonstruktion mit eigens entwickelter Software

Im Berliner Ministerium für Staatssicherheit und seinen Bezirksverwaltungen lief in den Zeiten der Wende eine beispiellose Aktion. Zwischen Herbst 1989 und Januar 1990 wurden dort systematisch Akten vorvernichtet. Weil die Reißwölfe ausfielen, konnte ein Teil der Unterlagen nur per Hand zerrissen werden. Das Ergebnis: 16.000 Säcke voll mit Papierschnipseln, die erhalten geblieben sind. Nun sollen die Fragmente mit Computerhilfe automatisiert wieder zusammengesetzt werden.

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Man vermutet in den Papierbergen Informationen über inoffizielle Mitarbeiter und Stasi-Opfer. Seit Jahren sind Mitarbeiter der Behörde mit dem unsäglich langen Namen "Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik" (kurz: BStU) daran, diese Papierschnipsel zu sichten, zu sortieren und von Hand wieder zusammenzusetzen, mit dieser Methode eine Arbeit für einige 100 Jahre.

Inhalt:
  1. Zerrissene Stasi-Akten werden per Rechner rekonstruiert
  2. Zerrissene Stasi-Akten werden per Rechner rekonstruiert

Inspiriert durch einen Fernsehbericht über dieses manuelle Puzzeln entstand am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) die Idee, mittels computergestützter Rekonstruktionsverfahren den Vorgang des Schnipselzusammensetzens zu automatisieren.

Software zur Rekonstruktion von zerrissenen Akten
Software zur Rekonstruktion von zerrissenen Akten

Bereits vor Jahren wurde begonnen, ein elektronisches Puzzeln zu entwickeln. Gegen eine große Konkurrenz gewannen IPK und Lufthansa Systems die Ausschreibung der BSTU - gemäß einer Initiative des deutschen Bundestages - für eine Konzeptstudie. Dazu gehörte auch, mit einem Prototypen Originalschnipsel automatisch zusammenzusetzen, um so die Machbarkeit zu belegen.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Schnipsel in eine elektronische Form gebracht werden. Den dafür erforderlichen Scan-Prozess will Lufthansa Systems übernehmen. Das Unternehmen ist mit der Tochtergesellschaft für beleglose Dokumentenbearbeitung (GbD) europaweit einer der größten Anbieter von Outsourcing-Lösungen im Bereich der elektronischen Belegerfassung, -bearbeitung und -archivierung. Das Unternehmen verarbeitet nach eigenen Angaben heute bereits jährlich bis zu 100 Millionen Dokumente.

Zerrissene Stasi-Akten werden per Rechner rekonstruiert 
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I.Lahmer 23. Mai 2009

Hallo! Mir geht es genauso! Es ist unvorstellbar und auch schon angsteinflößend wie...

marita mittag 16. Okt 2007

sie koennen einen antrag auf akteneinsicht downloaden unter www.stasiopfer.de, gehen sie...

Toni Th 11. Okt 2007

Hallo. Ich bräuchte bitte Hilfe. Wer kann mir sagen wie und wo man Stasiakten einsehen...

Detlef Walter 12. Jun 2004

habe seit 1998 2 Anträge gestellt meine Stasiakte einsehen zu können leider hat man...

Prengel 10. Mai 2004

Ich suche Stasiakten über den Namen Grützmacher und en Namen Prengel Klaus. Mir ist...


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