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Deutscher Zukunftspreis für neue Flüssigkristalle

Bundespräsident Johannes Rau zeichnet Forscher aus. Das Projekt "Leichter, heller, schneller: Flüssigkristalle für Fernsehbildschirme" der Forscher Dr. Kazuaki Tarumi, Dr. Melanie Klasen-Memmer und Dr. Matthias Bremer wurde am Donnerstag, den 13. November 2003, von Bundespräsident Johannes Rau mit dem Deutschen Zukunftspreis 2003 ausgezeichnet. Dieser ist mit 250.000 Euro dotiert.
/ Jens Ihlenfeld
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Die drei Forscher der Merck KGaA hätten an der Entwicklung neuer Flüssigkristalle, die erste großformatige Fernseher auf Flüssigkristall-Basis ermöglichen, entscheidenden Anteil. Das Team um Dr. Tarumi habe seit Mitte der 90er-Jahre systematisch zahlreiche flüssigkristalline Substanzen synthetisiert, verbessert und in immer wieder neuen Mischungen getestet, bis Flüssigkristall-Mischungen gefunden waren, die es ermöglichten, die neuen großen LCD-Fernsehbildschirme zu realisieren. Im Gegensatz zur Bildröhre benötigt der LCD-Fernseher nur rund 50 Prozent der Energie und hat eine doppelt so lange Lebensdauer.

Flüssigkristalle sind stäbchenförmige Moleküle, die sich in Schichten parallel zueinander orientieren. Unter dem Einfluss einer elektrischen Spannung lässt sich diese Ausrichtung verändern. 1971 entdeckten die Schweizer Schadt und Helfrich, dass sich dieses Prinzip für die Herstellung von Displays nutzen lässt. In einer transparenten Zelle verändert eine Schicht aus Flüssigkristallen durch Anlegen elektrischer Spannung ihre Orientierung derart, dass kein Licht mehr durchgelassen wird. Liegt keine Spannung an, nehmen die Flüssigkristalle ihre ursprüngliche Anordnung wieder ein. Sie dienen so als eine Art "schaltbares Lichtventil".

Der Deutsche Zukunftspreis soll einen Einzelnen oder ein Team für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation auszeichnen. Dabei sind die Anwendungsmöglichkeit der Entwicklung, ihre Marktfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen wichtige Kriterien für eine Prämierung der Forschungsleistung.


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