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Roboter als Hochstapler: Packen auf engstem Raum

Palettier-Automat nutzt Packraum aus. Siemens hat einen Roboter entwickelt, der Kartons unterschiedlicher Größe in Windeseile möglichst optimal auf Paletten stapelt. Damit könnte künftig etwa das Personal in einem Zwischenlager von Supermärkten entlastet werden. Der Automat erreicht mit seiner Software nach Angaben von Siemens Packungsdichten von mehr als 80 Prozent, was die Leistung eines professionellen menschlichen Packers knapp übertrifft.
/ Andreas Donath
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Das Gerät, das zusammen mit dem Augsburger Unternehmen Kuka Roboter gebaut wurde, kann bis zu 350 Kisten pro Stunde platzieren – rund alle zehn Sekunden eine. Nach einer Optimierung des Prozesses soll die Schnelligkeit der Pilotanlage noch erhöht werden.

Bisher brauchte es das geschulte Auge eines Palettierers, um Waren vom Fließband auf kundenspezifische Paletten möglichst Platz sparend zu stapeln. Vor allem Supermärkte bekommen jeden Tag individuelle Lieferungen, die derart im Lager zusammengestellt werden müssen. Dabei bewegt ein Arbeiter am Tag mehrere Tonnen Waren.

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In der neuen Anlage wird über eine Kamera die Lage der Kartons erkannt. Die Software setzt das Videobild in dreidimensionale Daten für den Greifer um, der wiederum die Position der Ware erkennt. Um Pakete verschiedener Größe heben zu können, muss der Roboter zudem innerhalb von Sekunden sein Greifwerkzeug austauschen. Dabei handelt es sich um beschichtete Metallplatten, die die Pakete mit Unterdruck ansaugen.

Der eigentliche Palettier-Roboter packt die Waren dann auf die Palette, wobei er zunächst die Ecken und dann den Innenraum ausfüllt. Hohlräume pflastert der etwa pferdegroße Roboter zum Schluss mit kleineren Päckchen zu. Alle Kartons bekommen zur Identifizierung ein Barcode-Etikett. Wenn ein neues Kartonformat genutzt wird, liest das System es bereits am Wareneingang ein und erkennt es später wieder.


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