Weiter Verwirrung um Nokia-Akkus
Die Ursache für die sich deutlich widersprechenden Aussagen der Warentester und des Herstellers könnte somit darin begründet sein, dass gefälschte Nokia-Akkus in die Testlabors kamen. Die Warentester betonen, dass die Akkus aktuell im Handel gekauft wurden. Die belgischen Warentester von Test-Achats haben einer von Nokia an die Presse weitergeleiteten E-Mail zufolge eingeräumt, dass möglicherweise gefälschte Nokia-Akkus getestet wurden. Die Warentester wollen nun direkt vom Hersteller gelieferte Akkus erneut unter die Lupe nehmen und die Ergebnisse sobald wie möglich bekannt geben.
Somit ergibt sich das Problem, dass offenbar die routinierten Warentester nicht in der Lage waren, diese Akkus als Fälschung zu erkennen. Normale Kunden dürften daher noch weniger in der Lage sein, einen Original-Akku von Nokia zweifelsfrei zu erkennen. Daher fordert die Stiftung Warentest Nokia auf, ihren Kunden zu erklären, wie sie Originalakkus von gefälschten Akkus unterscheiden können. Dies könnte etwa durch einen Kontroll-Service beim Händler realisiert werden, schlagen die Warentester vor.
Die Untersuchung von Stiftung Warentest und Test-Achats von Anfang der Woche ergab, dass die beiden Akku-Typen BML-3 und BMC-3 keinen Kurzschluss-Schutz aufweisen sollen, welche in den Nokia-Mobiltelefonen 3210, 3310, 3330, 5510, 6650 und 6800 verwendet werden. Die Akkus erwärmten sich bei einem Kurzschluss auf bis zu 130 Grad und können daher schmelzen, Feuer fangen oder sogar explodieren. Auch wenn Kurzschlüsse dieser Art nur selten auftreten, schreiben Sicherheitsnormen vor, dass Akkus dagegen geschützt sein müssen.
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