• IT-Karriere:
  • Services:

Hoffnung für Gelähmte? Kommunikation per Gehirnsignal

Neues vom Treffen der Society for Neuroscience

Schwere motorische Schädigungen oder Lähmungen können unter anderem eine ungehinderte Kommunikation mit Mitmenschen erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen. Fortschritte bei der Entwicklung von Hirn-Computer-Schnittstellen, so genannten Brain-Computer-Interfaces (BCI), könnten laut den auf dem 33sten Jahresteffen der Society for Neuroscience versammelten Wissenschaftlern die Kommunikationsfähigkeit in naher Zukunft wieder herstellen und die Betroffenen aus ihrer Isolation befreien.

Artikel veröffentlicht am ,

Derzeit arbeiten Forscher daran, wie Signale des Gehirns vom Computer oder anderen Geräten ausgelesen werden können, um damit Gerätschaften zur Fortbewegung oder zur Kommunikation nutzen zu können. Die Forschung soll bereits so weit fortgeschritten sein, dass erste klinische Anwendungen in Aussicht stehen, verspricht Dr. Jonathan Wolpaw, Leiter des Symposiums "Brain-Computer Interfaces for Communication and Control."

Inhalt:
  1. Hoffnung für Gelähmte? Kommunikation per Gehirnsignal
  2. Hoffnung für Gelähmte? Kommunikation per Gehirnsignal

So habe die Arbeit des Forscherteams um Douglas J. Weber von der kanadischen University of Alberta zur Entwicklung einer implantierbaren Mikroelektroden-Phalanx geführt, die Nervenreflexe aus Beinbewegungen aufzeichnet und daraus in Kombination mit einer neuen Analysetechnik die akkurate Vorhersage von Beinstellungen erlaubt. Die Technik basiert auf dem Fakt, dass mehrere zusammenarbeitende Sensoren des Körpers - etwa in den Muskeln oder Haut - dem zentralen Nervensystem wichtige Rückmeldungen für die Bewegungskontrolle liefern. Ist diese Signalübertragung gestört oder unterbrochen, erreichen die Daten nicht mehr das Gehirn und können von diesem nicht mehr zur Bewegungskontrolle verwendet werden. Lähmungen vereiteln zudem, dass die für die motorische Steuerung verantwortlichen Gehirnregionen ihre Signale zu den Muskeln leiten können.

Die Arbeit von Weber und seinen Kollegen soll nun zeigen, dass es möglich ist, die Rückmeldungen der körpereigenen Sensoren zu empfangen und sie zur Steuerung einer Prothese zu nutzen, so dass Betroffene zumindest einen Teil ihrer Kontrolle über die eigenen Bewegungen zurückerhalten könnten. Per chirurgischem Eingriff müssen Anordnungen von 36 Mikroelektroden ins Ganglion der Hinterwurzel der Wirbelsäule implantiert werden, in einen schwer erreichbaren Teil der Rückenmarksnerven, deren Nervenzellkörper solche natürlichen Sensoren enthalten.

Die Drähte der Mikroelektroden werden durch einen kleinen elektrischen Leiter aus dem Körper geführt. Während normaler motorischer Aktivität, wie etwa Laufen, werden darüber die Signale verschiedener Sensornerven und gleichzeitig per Digitalkamera die Beinstellung aufgezeichnet, woraus eine mathematische Analsye die Zusammenhänge ermittelt. Weniger als zehn Neuronen sollen dabei benötigt werden, um Bewegungspfade des Beins vorhersagen zu können, was für den Prothesenbau vorteilhaft sein könnte.

Stellenmarkt
  1. STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg
  2. HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingen

Auch andere Forscher arbeiten daran, die Geräte für die Aufzeichnung neuraler Aktivität möglichst klein und portabel zu machen. Dazu zählen die Forschungsgruppen der Brown University in Providence und das Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien, welche die Schwächen aktueller Aufzeichnungssysteme beseitigen wollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Hoffnung für Gelähmte? Kommunikation per Gehirnsignal 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 59,99€ (Release am 15. November)
  2. 35,99€
  3. (aktuell u. a. Asus VG248QZ Monitor für 169,90€, Cryorig QF140 Performance PC-Lüfter für 7...
  4. 39,09€

Matthias Fengels 23. Jul 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, um Ihnen ein vielleicht weniger interessantes...

jphil 14. Nov 2003

Ich denke, ganz so einfach ist es nicht. Ein Lügendetektor kann auch keine Gedanken...

jphil 14. Nov 2003

Schon möglich.Soll man deshalb die Forschung daran einstellen?

M 13. Nov 2003

seufts 1.000.000.000 rechtschreibfehler heute morgen ... irgendwie ist es noch zu früh am...

Marc O. 13. Nov 2003

dann halte dich bloss von Wlan knoten und Multiband Handys fern und halte auch abstand...


Folgen Sie uns
       


Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test

Der Fire TV Cube ist mehr als ein Fire-TV-Modell. Er kann auf Zuruf gesteuert werden und wir zeigen im Video, wie gut das gelöst ist.

Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test Video aufrufen
Kognitive Produktionssteuerung: Auf der Suche nach dem Universalroboter
Kognitive Produktionssteuerung
Auf der Suche nach dem Universalroboter

Roboter erledigen am Band jetzt schon viele Arbeiten. Allerdings müssen sie oft noch von Menschen kontrolliert und ihre Fehler ausgebessert werden. Wissenschaftler arbeiten daran, dass das in Zukunft nicht mehr so ist. Ziel ist ein selbstständig lernender Roboter für die Automobilindustrie.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Ocean Discovery X Prize Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Red Dead Redemption 2 für PC angespielt: Schusswechsel mit Startschwierigkeiten
Red Dead Redemption 2 für PC angespielt
Schusswechsel mit Startschwierigkeiten

Die PC-Version von Red Dead Redemption 2 bietet schönere Grafik als die Konsolenfassung - aber nach der Installation dauert es ganz schön lange bis zum ersten Feuergefecht in den Weiten des Wilden Westens.

  1. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 belegt 150 GByte auf PC-Festplatte
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 erscheint für Windows-PC und Stadia
  3. Rockstar Games Red Dead Online wird zum Rollenspiel

Death Stranding im Test: Paketbote trifft Postapokalypse
Death Stranding im Test
Paketbote trifft Postapokalypse

Seltsam, aber super: Der Held in Death Stranding ist ein mit Frachtsendungen überladener Kurier und Weltenretter. Mit ebenso absurden wie erstklassig umgesetzten Ideen hat Hideo Kojima ein tolles Spiel für PS4 und Windows-PC (erst 2020) geschaffen, das viel mehr bietet als Filmspektakel.
Von Peter Steinlechner

  1. PC-Version Death Stranding erscheint gleichzeitig bei Epic und Steam
  2. Kojima Productions Death Stranding erscheint auch für Windows-PC

    •  /