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E-Business wächst - aber Defizite bei der Implementierung

Unternehmen hinken IT-Anforderungen der eigenen Anwender hinterher. E-Business-Investitionen sind weiter auf dem Vormarsch, doch besteht auch nach wie vor Handlungsbedarf. Das ist das Ergebnis einer Studie, in der die Managementberatung A.T. Kearney und das Marktforschungsinstitut Line56 Media weltweit 150 IT-Verantwortliche global operierender Unternehmen befragt hat.
/ Andreas Donath
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Gaben die Unternehmen im Jahr 2001 durchschnittlich 17,5 Prozent ihres IT-Budgets für E-Business aus (2002: 19,3 Prozent), sind es in diesem Jahr bereits 20,3 Prozent. Knapp die Hälfte der Projekte dient der Optimierung der Wertschöpfungskette. Dennoch hinken die meisten Unternehmen den Anforderungen der Anwender nach innovativen IT-Systemen immer noch hinterher.

"E-Business-Initiativen werden immer mehr zum integralen Bestandteil der Informationstechnologie der Unternehmen" , fasste Dirk Buchta, als Vice President bei A.T. Kearney für die strategische IT verantwortlich, die Ergebnisse der Studie zusammen: "Völlig unberührt vom spektakulären Auf und Ab der Börsen stieg der Anteil von E-Business-Investitionen langsam aber kontinuierlich an."

Das zeige auch ein Blick auf die Art der E-Business-Initiativen: Knapp die Hälfte dieser Projekte werden aufgesetzt, um die Wertschöpfungskette intern wie extern zu optimieren. Nach außen gewandte Initiativen wie etwa Portale oder elektronische Marktplätze machen dabei nicht einmal ein Drittel der Initiativen aus. "Damit dienen E-Business-Initiativen also in erster Linie der Kostenreduktion im Unternehmen" , urteilte Buchta. "Umsatzorientierte Projekte und Wachstumsinitiativen bleiben hier weiterhin die Ausnahme" .

Auch bei der Implementierung von E-Business-Projekten offenbarte die A.T.-Kearney-Studie noch Defizite. 38 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen gaben zu Protokoll, dass die Investitionen in diese Projekte hinter dem Bedarf der Anwender herhinken, 36 Prozent waren der Ansicht, die Investitionen geschehen rechtzeitig und nur 26 Prozent meinten, ihr Unternehmen gibt Investitionen frei, ehe sich der Anwenderbedarf zeigt. "Dies zeigt deutlich, dass in vielen Unternehmen nach wie vor eine Lücke zwischen der strategischen Planung und deren Umsetzung auf der IT-Ebene klafft" , erläuterte Buchta.

Wichtigster Treiber für E-Business-Initiativen seien nach wie vor die Anwender, hier zeigt die Studie deutlichen Nachholbedarf: 34 Prozent der Befragten erklärten, die neu eingesetzte Technologie decke nicht die Erwartung der Anwender. Das wichtigste Hindernis für den gewünschten Erfolg ist die mangelnde Standardisierung der Systeme: Lediglich acht Prozent aller E-Business-Applikationen sind unternehmensweit standardisiert.

Basis der Studie ist eine weltweite Befragung von Unternehmen aus zehn unterschiedlichen Industrien und einem jährlichen Ertrag zwischen 230 Millionen und über fünf Milliarden Euro. Die 150 untersuchten Unternehmen geben im Durchschnitt 36 Millionen Euro für E-Business-Lösungen aus und beschäftigen zwischen 315 und 2.255 IT-Mitarbeiter.


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