Test: N-Gage - Nokias Spiele-Handy enttäuscht

Da das N-Gage auf der Series-60-Plattform aufsetzt und Java unterstützt, ist man hinsichtlich des Spiele-Angebotes nicht nur auf die teuren MMC-Karten angewiesen, sondern kann natürlich auch die gängigen Java-Spiele herunterladen. Auch wenn ein Großteil dieser meist 3,- bis 5,- Euro teuren Titel eher unterdurchschnittlich ist, gibt es durchaus ein paar Perlen wie das Rennspiel Formula BMW oder den Puzzle-Titel Gem Jam. Im Gegensatz zu den meisten derzeit erhältlichen N-Gage-Vollpreis-Titeln stimmt hier dann auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Das N-Gage ist seit Oktober 2003 im Telekommunikations-, Elektro- und stellenweise auch im Spielzeug-Fachhandel erhältlich, der Gerätepreis liegt ohne Vertrag bei 299,- Euro. Diverse Netzbetreiber bieten das Gerät bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages allerdings bereits für 1,- Euro an. Die Preise für Spiele liegen wie bereits angesprochen zumeist zwischen 40,- und 50,- Euro.

Fazit:
Die Idee, die Nokia mit dem N-Gage verfolgt, ist prinzipiell gut: Ein Handy, das gleichzeitig als MP3-Player und vollwertige Spielekonsole dient und so mehrere Funktionen in einem Gerät vereint, hat eine Reihe positiver Vorzüge. Leider ist die praktische Umsetzung in vielen Punkten mangelhaft: Warum ist es so aufwendig, die Spiele zu wechseln? Wieso muss man beim Telefonieren so aussehen als ob man nicht weiß, wie man ein Handy richtig in der Hand hält? Und weshalb ist das Spielen nur mit eingelegter SIM-Karte möglich?

Hinzu kommt, dass der Großteil der derzeit erhältlichen Vollpreisspiele sein Geld nicht wert ist, die meisten Hersteller haben einfach recht lieblos bekannte Marken portiert, ohne sich zu bemühen, wirklich hochwertige Programme für das N-Gage zu schreiben. Von der Qualität und dem Umfang, den gute GBA-Titel wie etwa Golden Sun, Advance Wars oder Super Mario Advance erreichen, ist man noch meilenweit entfernt. Zudem bleibt auch weiterhin unklar, wie Nokia das Problem lösen will, dass Produktlebenszyklen beim Handy im Allgemeinen deutlich kürzer sind als bei einer Spielekonsole - man wird also schon bald ein neues N-Gage-Modell vorstellen müssen, um den immer wieder nach neuen und besseren Handy-Modellen dürstenden Markt zu befriedigen. Neue Spiele würden dann eventuell aber nur auf diesem Modell und nicht mehr auf dem ersten N-Gage richtig gut laufen, wenn sie die neue Technik richtig nutzen wollen.

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Kurzum: Gute theoretische Ansätze, aber eine mangelhafte praktische Umsetzung - zum jetzigen Zeitpunkt muss sich Nintendo wohl kaum Sorgen machen, mit dem GBA SP allzu bald in ernste Bedrängnis zu geraten.

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