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Archimedis - Linux-PC als Heimkino-Zentrale mit MPEG-4

Konkurrenz für Wohnzimmer-PCs mit Windows XP Media Center Edition. Als Alternative zu Rechnern mit Windows XP Media Center Edition bietet die Software Solution Distribution GmbH (SSD) ihren kompakten Linux-Wohnzimmer-PC "Archimedis" als Unterhaltungszentrale an, der vor allem von Einsteigern deutlich leichter bedienbar sein soll. Unter einer Benutzeroberfläche werden Satelliten-Fernsehen, MPEG-4-Videoaufzeichnung, Web-Browser, E-Mail sowie Office-Anwendungen vereint und per Fernbedienung nutzbar.
/ Christian Klaß
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SSD bietet verschiedene Modelle des Archimedis, die sich in Gehäuseform (Würfel-PC oder Unterhaltungselektronik-Gehäuse) und Hardware-Ausstattung unterscheiden. Das Modell Archimedis MT Delta (8 x 31 x 35 cm) mit 2-GHz-Celeron, 256 MByte DDR-SDRAM, 6x USB 2.0, 2x Firewire 400, 120-GByte-Festplatte, Multiformat-DVD-Brenner (DVD+RW, DVD-RW), 10/100-Mbps-Ethernet, analogen Stereoklang, digitalen Raumklang (SPDIF optisch), einen analogen Kabel-Tuner, einen DVB-Tuner, Infrarot-Fernbedienung mit ausklappbarer Tastatur und kostet rund 1.500,- Euro, ohne den DVD-Brenner sind es rund 1.250,- Euro. Das Modell MT Gamma (20 x 19 x 30 cm) ist mit dem leistungsstärkeren 2-GHz-Athlon-XP-Prozessor ausgestattet, verfügt über vier USB-2.0- und drei Firewire-400-Schnittstellen und entspricht ansonsten der Ausstattung des MT Delta, der Preis liegt mit etwa 1.545,- Euro inkl. des DVD-Brenners allerdings etwas höher. Die Grundgeräte ohne Festplatte, DVB-Tuner und optischem Laufwerk kosten 899,- Euro (MT Delta) und 945,- Euro (MT Gamma).

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Gegen Aufpreis kann bei beiden Archimedis-Modellen eine 160-GByte-Festplatte gewählt werden, womit dann gar 600 Stunden MPEG-4-Fernsehaufzeichnung in VHS-naher, also eingeschränkter Qualität möglich sein soll. Externe Firewire-Laufwerke wie DVD-Brenner und Festplatte werden ebenfalls als optionales Zubehör zwecks Erweiterung geboten. Neben dem analogen Tuner sind – je nach Wunsch des Kunden – entweder ein DVB-C- oder DVB-S-Tuner zur Aufzeichnung von Digitalfernsehen verbaut, ein Common Interface (CI) und darüber hinaus auch ein Alpha-Crypt-Adapter müssen ebenfalls gegen Aufpreis hinzubestellt werden. Modem, ISDN und WLAN lassen sich ebenfalls nachrüsten.

Archimedis bietet als Digital-Videorekorder die üblichen Funktionen – etwa Aufnahme und Abspielen gleichzeitig mit Zeitverzögerung (Timeshift) sowie integriertem Videotext und Electronic Program Guide (EPG) – erlaubt darüber hinaus aber auch das Zuschneiden von bereits erfolgten Aufzeichnungen und somit etwa das Herausschneiden von Werbeblöcken. Weiterhin sind ein Web-Browser, ein E-Mail-Verwaltungsprogramm und OpenOffice 1.1 etwa zur Textverarbeitung installiert.

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Zu den bei Wiedergabe und Aufnahme unterstützten Videoformaten zählen unter anderem MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 (inkl. DivX, Xvid), OGM, Quicktime, Real Video und WMV; bei Audio sind es OggVorbis, MP3, WMA und RealAudio. Auch Bilder in den üblichen Dateiformaten lassen sich darstellen. Die Multimedia-Dateien können auch aus dem Netzwerk geladen und abgespielt werden, wobei auch umgekehrt vom PC aus der Zugriff auf das Archimedis MediaTerminal möglich ist.

Die Auslieferung an den Fachhandel soll laut SSD bereits begonnen haben. Etwas später folgen die Modelle Kappa und Omega, die jeweils eigene Gehäuse-Designs und eine etwas andere Ausstattung bieten.


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