Bald Kontaktlinsen mit integrierten Displays?
Die Möglichkeiten, die sich mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen bieten, wurden bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Den Harvard-Forschen um den Chemiker Charles M. Lieber gelang es aber nun erstmals, einen dünnen Film von Kohlenstoff-Nanoröhrchen bei Raumtemperatur auf Glas und Plastik aufzutragen. Bisher war es nötig, die Kohlenstoff-Nanoröhrchen direkt auf dem Träger wachsen zu lassen, was aber hohe Temperaturen erfordert, bei denen Plastik beispielsweise schmilzt.
Dabei trugen die Forscher die Nanoröhrchen in einer flüssigen Lösung auf die Glas- und Plastik-Oberflächen auf – ähnlich wie ein Drucker Tinte auf ein Papier bringt – und erhielten ein funktionsfähiges Gerät auf Basis von Nanoröhrchen. Sie konnten zudem zeigen, dass auf Plastikträgern aufgebrachte Nanoröhrchen gekrümmt und verformt werden können, ohne an Leistung zu verlieren.
Laut Lieber könnte dies als Grundlage für neue Generationen von exotisch anmutenden Geräten dienen, die in den kommenden zehn Jahren auf den Markt kommen könnten. Dabei denkt Charles M. Lieber an Kontaktlinsen mit integrierten Displays und Minicomputern.