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Microsoft setzt Kopfgeld für Wurm- und Viren-Schreiber aus

Belohnungen zur Ergreifung der Verantwortlichen für Blaster- und Sobig-Wurm

Microsoft gründete ein so genanntes "Anti-Virus-Reward-Program", um weltweit die Jagd auf Verantwortliche für die Verbreitung von Würmern und Viren zu unterstützen. Bei der Gründung erhielt die Initiative ein Startkapital von 5 Millionen US-Dollar, wovon bereits ein Teil der Summe für die Ergreifung und Verurteilung aktueller Wurm-Verbreiter zur Belohnung ausgesetzt wurde. Damit will Microsoft die zuständigen Ermittlungsbehörden bei der Fahndung nach den Verursachern unterstützen.

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Mit dem "Anti-Virus Reward Program" hat es Microsoft nicht nur auf Autoren und Verbreiter von Würmern und Viren abgesehen. Auch die Jagd nach Verursachern anderer Sorten gefährlichen Codes soll mit den Kopfgeldern unterstützt werden. Die Belohnung von Microsoft erhalten Einwohner eines jeden Landes, sofern sie Hinweise geben, die zur Ergreifung und Verurteilung eines für die Verbreitung schädlichen Programmcodes Verantwortlichen führen. Dabei werden die in dem Land gültigen Gesetze berücksichtigt.

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Die ersten 250.000 US-Dollar Kopfgeld vergibt Microsoft für die Ergreifung und Verurteilung desjenigen, der für die Verbreitung des Blaster-Wurms verantwortlich ist. Der Blaster-Wurm hat Mitte August 2003 über ein Sicherheitsleck im Windows-Betriebssystem zahlreiche ans Internet angeschlossene Rechner befallen und war dazu bestimmt, eine Denial-of-Service-Attacke auf Microsofts Update-Seite www.windowsupdate.com auszuführen. Als Folge dieser Attacken hat Microsoft angekündigt, die eigenen Sicherheitsbemühungen künftig zu verändern.

Weitere 250.000 US-Dollar Belohnung setzte Microsoft auf die Ergreifung und Verurteilung der Person aus, die den Sobig-Wurm in die Welt gesetzt hat. Im Mai 2003 infizierte der E-Mail-Wurm Sobig.B zahlreiche PCs, indem er mit einer fingierten Absenderadresse vorgaukelte, die E-Mail stamme von Microsoft. Mit dem gleichen Muster konnte sich auch der Wurm Sobig.C einen Monat später massiv im Internet verbreiten und so zahlreiche Rechner befallen.

Hinweise zu den für den Blaster- oder Sobig-Wurm Verantwortlichen nimmt Interpol, das Federal Bureau of Investigation (FBI), der Secret Service oder das Internet Fraud Complaint Center entgegen. Aber auch Hinweise zu anderen Viren und Würmern werden bei diesen Stellen gesammelt und verwertet.

"Boshafte Würmer und Viren sind kriminelle Attacken auf jedermann, der das Internet benutzt", erklärte Brad Smith, Senior Vice President und General Counsel von Microsoft. "Besonders weil wir daran arbeiten, Software sicherer zu machen und Nutzern erklären, wie sie sich selbst schützen können, arbeiten wir ebenfalls daran, das kriminelle Verhalten auszumerzen, welches das Problem verursacht." Smith führt weiter aus: "Dies sind nicht nur Internet-, Cyber- oder virtuelle Verbrechen. Dies sind reale Verbrechen, die viele Leute betreffen."



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Michael - alt 10. Dez 2003

ich bin da nicht ganz deiner meinung. es gibt sehr wohl unix-systeme und installationen...

Krille 10. Dez 2003

.. denn wie könnte sonst jemand, der zwar keine Hemmungen vor dem Verwenden neuer...

Desertfox 07. Nov 2003

Mann, müsst Ihr Alle Zeit haben ....

JTR 07. Nov 2003

Nicht wirklich, denn grad bei den Fragen an Intel und Co bzw. TCPA haben sie voll versagt...

Uwe 07. Nov 2003

Auf dieses Niveau werde ich mich nicht hinabbegeben. Der dauernde Gebrauch von...


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