Einigung im Streit um das "T"
"Wir haben lang und hart für unser T gekämpft, 'Free-T' aufgebaut, Aktionen durchgeführt, Briefe geschrieben, um Spenden und Sponsoren geworben. Zwar hat es am Ende nicht gereicht, das 'T' zu behalten" , so Team-Konzept-Geschäftsführer Udo Blenk, "andererseits haben wir in der öffentlichen Diskussion viel bewegt" .
Zu Beginn habe man noch auf ein schnelles Verfahren gesetzt, ging es doch nur um die optische Verwechslungsfähigkeit der jeweiligen Logos. Das Landgericht Köln habe dann allerdings bei seiner rechtlichen Beurteilung das "T" als Benutzungsmarke aufgefasst und Team-Konzept befürchtete, dass die Telekom ihren Anspruch ggf. durch alle Instanzen verfolgen würde.
"Wir haben versucht, das Gutachten auf juristischem Wege abzuwehren und so der Klage standzuhalten: Vor Gericht haben wir lediglich eine Fristverlängerung erreicht, das Gutachten, die damit verbundene Prozessverlängerung sowie das erhöhte Kostenrisiko konnten wir nicht abwehren" , so Blenk. Auch habe man versucht, finanzielle Unterstützung zu bekommen, um die juristische Klärung bis zum Ende durchstehen zu können: "Den momentan schon abzusehenden Prozesskosten von über 100.000 Euro stehen aber bei weitem nicht genug finanzielle Unterstützung und Sponsoren entgegen. Insgesamt kamen nur 2.117 Euro zusammen" .
In dem jetzt geschlossenen Vergleich komme die Telekom Team-Konzept in entscheidenden Punkten entgegen. So könne Team-Konzept seine Geschäftsausstattung zunächst weiter einsetzen und in einer angemessenen Zeit aufbrauchen. Außerdem werde die Telekom Team-Konzept logistisch bei der Neuentwicklung des Corporate Designs unterstützen. Zudem trägt die Telekom ihre Anwalts- und die Gerichtskosten selbst.
Entsprechend der Ankündigung wurden die gesammelten Gelder für Free-T auf das Sonderkonto bei der Berliner Sparkasse eingezahlt: 599,38 Euro aus der Spenden-Überweisung und der Telefonaktion. Weitere 1.517,72 Euro kamen aus Bannerschaltung, T-Shirt-Verkauf, Berlin T-Party und T-Buch zusammen, für die allerdings Kosten in Höhe von 2.816,34 Euro entstanden sind. Die Spendenüberweisungen sollen nun zurückerstattet werden. Gelder aus der Telefonaktion sowie die nicht zurückgeforderten Überweisungen will man dem Deutschen Roten Kreuz spenden.
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