Novell übernimmt SuSE (Update)
Mit der Übernahme des nicht börsennotierten Softwarehauses will Novell sein Engagement für Open-Source-Software untermauern und seine Entwicklungs- und Support-Kapazitäten für das Betriebssystem Linux ausbauen.
Erst im August dieses Jahres hatte Novell den Linux-Anbieter Ximian übernommen, der sich vor allem mit den Produkten Evolution, Red Carpet und GNOME-Desktop sowie seinem Engagement für das Mono-Projekt, eine freie Implementierung von .Net für Linux, einen Namen machte. Während Ximian vor allem den GNOME-Desktop unterstützt, setzt SuSE in erster Linie auf KDE.
"Der Kauf von SuSE Linux rundet das Profil von Novell als Lieferant vollständiger Linux-Lösungen für Unternehmen ab. Kein anderer Linux-Anbieter verfügt neben Novell über vergleichbare Betriebssystemerfahrungen und Support-Kapazitäten. Novell investiert signifikant in die Bereitstellung von Ressourcen, die es unseren Kunden ermöglichen, Linux ohne jegliche Vorbehalte im unternehmenskritischen Umfeld einzusetzen und von der Freiheit und den Vorzügen von Open-Source-Software zu profitieren" , so Jack Messman, Chairman und CEO von Novell.
Die Übernahme von SuSE Linux ist für Novell ein wichtiger Schritt bei der Verbreitung von Linux-Anwendungen in Unternehmen. Novell begann sein Engagement für Linux mit der Portierung seiner Flaggschiff-Technologie eDirectory im Jahr 2000. Im April dieses Jahres kündigte Novell an, alle Services von NetWare sowohl auf dem Netware- als auch auf dem Linux-Kernel zur Verfügung zu stellen – bei voller Unterstützung durch Novells weltweiten, technischen Support.
Die bisherigen Hauptinvestoren von SuSE sind e-Millenium 1, Ad Astra Erste Beteiligungsgesellschaft mbH und APAX Partners &Co.
Im Rahmen der Übernahme erhält Novell eine Investition in Höhe von 50 Millionen US-Dollar von IBM. Novell rechnet für dieses Jahr damit, dass SuSE einen Umsatz von etwa 35 bis 40 Millionen US-Dollar machen wird. Für das kommende Jahr geht Novell für SuSE von einer Wachstumrate von rund 30 Prozent aus. Die Marke SuSE soll erhalten bleiben und zunächst alle 399 SuSE-Mitarbeiter zu Novell wechseln. Lediglich auf administrativer Ebene gebe es evtl. einige Überschneidungen, im technischen Bereich sieht man diese nicht.
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