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Rudi - erste Beta von KDE 3.2 erschienen

Über 2.000 Anwenderwünsche umgesetzt und fast 10.000 Fehler beseitigt. Unter dem Codenamen "Rudi" ist jetzt eine erste Beta-Version von KDE 3.2 erschienen. Im Unterschied zu den bisherigen Alpha-Versionen veröffentlicht das KDE-Team mit der Beta 1 auch Binärpakete zur einfachen Installation. Neue Funktionen sollen bis zu dem für Dezember 2003 geplanten Erscheinen von KDE 3.2 gegenüber "Rudi" nicht mehr hinzugefügt werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Insgesamt sind in KDE 3.2 in rund neun Monaten Entwicklungszeit etwa 2.000 Wünsche von Anwendern eingeflossen und nahezu 10.000 Fehler beseitigt worden. Verbessert wurde unter anderem der Web-Browser Konqueror, der nun nochmals deutlich besser auch mit defekten Webseiten umgehen kann, was unter anderem auch auf Apple zurückgeht, dessen Web-Browser Safari auf der KDE-Rendering-Engine KHTML basiert. Zudem wurde die Bedienoberfläche zum Tabbed-Browsing deutlich verbessert. Der Browser enthält auch eine Mozilla-kompatible Sidebar und eine bessere Lesezeichenverwaltung.

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Aber auch als Dateibetrachter wurde Konqueror verbessert und unter anderem um Tabbed-Browsing erweitert. Zudem wurde das Brennen von CDs besser integriert und auch die Möglichkeiten zur Personalisierung der Menüs wurden erweitert. Neu ist auch die Unterstützung für Vektor-Grafiken im SVG-Format, die dank KSVG in diversen Applikationen, einschließlich Konqueror, angezeigt werden können. Dies gilt auch für die Rechtschreibprüfung, die nun in diversen Programmen integriert ist, was vom Ausfüllen von Formularen auf Webseiten bis hin zur Erstellung von E-Mails mit KMail reicht.

Wurde in KDE 3.1 erstmals eine Unterstützung für das Desktop-Sharing mit VNC integriert, hat man in KDE 3.2 diese nun um Unterstützung für Microsofts RDP-Protokoll erweitert.

Insgesamt fanden rund 30 neue Applikationen ihren Weg in KDE, darunter JuK zur Verwaltung digitaler Musikbestände und der PDF-Viewer KPDF. Mit KWallet hält ein System zur Verwaltung von persönlichen Informationen wie Passwörtern in KDE Einzug, allerdings profitieren davon bislang jedoch nur Konqueror und Kopete. Software-Entwicklern bietet man mit Umbrello ein UML-Werkzeug und mit KCacheGrind Profiling-Funktionen für Applikationen an. Zudem wird KDE 3.2 zusammen mit der Version 3 der integrierten Entwicklungsumgebung KDevelop ausgeliefert.

Neu in KDE 3.2 ist zudem KWiFim, ein grafisches Interface für WLAN-Dienste, KMilo, das Mausgesten erkennt, sowie eine überarbeitete Version von KHotKeys zur Belegung von Tastaturkürzeln für häufig benutzte Funktionen. KRandR erlaubt im Zusammenspiel mit neueren Versionen des X Window System das bequeme Wechseln von Display-Auflösung und Farbtiefe.

Einen deutlichen Schritt nach vorn machen in KDE 3.2 vor allem die Groupware-Applikationen, darunter KMail und Korganizer, die mehr Funktionen und höhere Geschwindigkeit bieten sollen. Kontact wird in der aktuellen Version 0.8 zwar noch als "Work in Progress" bezeichnet, zeigt aber, wie die verschiedenen Groupware-Applikationen unter einem Dach vereint werden können. Mit Kopete verfügt KDE in der kommenden Version zudem über einen flexiblen Instant-Messenger, der diverse IM-Plattformen unterstützt, darunter ICQ, MSN, Yahoo, AIM und Jabber.

Aber auch an das äußerliche Erscheinungsbild hat man Hand angelegt, so wurde der Standard-Look Keramik sowie die Icons verfeinert und mit Plastik ein neues Style integriert. Zudem lassen sich Schattenwürfe rund um Text- und Desktop-Icons anpassen. Zugriff auf die installierten Schriften erhält man in Rudi durch Eingabe von "font://" in der URL-Zeile des Konqueror.

Die Beta 1 von KDE 3.2 alias Rudi steht im Quelltext sowie für SuSE und Connectiva auf den ersten Mirrors zum Download bereit. Der Source-Code lässt sich unter anderem mit dem Build-Tool Konstruct(öffnet im neuen Fenster) übersetzen. Die Entwickler hoffen mit der Veröffentlichung vor allem auf zusätzliches Feedback der Nutzer, um weitere Fehler zu finden und diese bis zur Final-Version eliminieren zu können.


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