Australier wegen Nigeria-Betrugs-Mails festgenommen
Zeitgleich mit der Festnahme des Tatverdächtigen sollen verschiedene Grundstücke in Sydney und Nyngan sowie eine Wohnung in Großbritannien, fünf Autos und mehrere Konten durchsucht bzw. beschlagnahmt worden sein, auch zahlreiche Computer wurden gefunden. Inspector Jennifer Thommeny, Commander der ACU, sieht in dem Fall erstmals einen Australier als Schlüsselfigur in einem Betrugsfall dieser Art und Größe.
Der Schaden soll sich auf mehrere Millionen Dollar belaufen, die von tausenden Geschädigten etwa aus Australien, England, Griechenland, Norwegen, Indonesien, Japan und Zypern stammen. Dabei seien die Getäuschten oft um hunderttausende Dollar erleichtert worden. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die australische "Strike Force Dixies" durch Beschwerden von einem ungarischen Unternehmen sowie einem kanadischen Bürger.
Inspektor Thommeny warnte australische Bürger davor, in dubiose "westafrikanische Geschäftsmöglichkeiten" zu investieren oder auf Grund nicht weniger dubioser Lotteriegewinne den Fremden die eigenen Kontodaten auszuhändigen. "Lasst Euch nicht betrügen – wenn es zu gut klingt um wahr zu sein, dann ist es das in der Regel auch nicht" , so Thommeny abschließend in einer Mitteilung der australischen Polizei.