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Gartner: 3,4 Prozent Wachstum im deutschen PC-Markt

Großbritannien überholt deutschen Markt. Laut einer Gartner-Studie verzeichnete der deutsche PC-Markt im dritten Quartal 2003 einen Anstieg von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Geschäftskundenbereich zeigte einen Zuwachs von 9,5 Prozent gegenüber 2002, während der Konsumentenmarkt in derselben Periode um 4,8 Prozent schrumpfte. Mit 1,81 Millionen PCs machte der deutsche Markt zwar 21,4 Prozent des gesamten westeuropäischen Marktes aus, musste aber erstmals die Führungsposition an Großbritannien (1,86 Millionen PCs) abtreten.
/ Andreas Donath
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"Der westeuropäische PC-Markt wuchs im 3. Quartal um 13 Prozent im Jahresvergleich. Deutschland liegt damit erneut signifikant unter dem Durchschnitt. Frankreich und Großbritannien haben traditionell ein starkes drittes Quartal bedingt durch spezielle Promotionen für den Schulbeginn. Der deutsche Privatkunde wartet eher auf Weihnachtsangebote" , so Meike Escherich von Gartner. "Geschäftskunden treffen taktische Kaufentscheidungen, d.h., dass sie dank der günstigen Preise vermehrt alte PCs durch neue ersetzen. Diese Vertragsabschlüsse werden aber hauptsächlich zu Gunsten internationaler Hersteller getätigt. Kleine und mittelgroße Assemblierer verlieren erneut Marktanteile."

Marktführer ist weiterhin Fujitsu Siemens dank eines gesunden Zuwachses im mobilen Bereich (plus 148 Prozent im Jahresvergleich). Rang 2 belegt Hewlett-Packard, der einzige Hersteller unter den Top 5, dessen Marktanteil geschrumpft ist. Einbußen musste HP sowohl im Desktop-Bereich für Geschäftskunden als auch im Notebook-Segment für Privatkunden hinnehmen. Acer auf Rang 3 verzeichnete das größte Gesamtwachstum mit 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dank vermehrter Präsenz im Retail-Bereich und mit extrem aggressiver Preispolitik im Notebook-Segment (plus 212 Prozent gegenüber 2002). Dell konnte sich mit einem unveränderten Marktwachstum von 7 Prozent Marktanteil unter die Top 5 platzieren. Der amerikanische Direktvertreiber konzentriert sich weiterhin erfolgreich auf das Desktop-Geschäft. Vobis erzielt den fünften Platz und zählt zu den wenigen deutschen Händlern/Assemblierern mit einem Zuwachs im Privatkundenbereich.

"Der Preis war erneut der wichtigste Faktor für Kaufentscheidungen. Trotz des höheren Anteils an Notebooks verzeichnete der deutsche Markt deshalb einen Umsatzrückgang von insgesamt 20 Prozent gegenüber 2002" , so Escherich weiter. "Die Frage ist, wie lange die Preissenkungen anhalten können. Steigende Komponentenkosten und die Euro/Dollar-Fluktuation sprechen für eine Stabilisierung. Wir erwarten allerdings, dass der Kampf um Marktanteile und die Nachfrage nach immer billigeren Notebooks Hersteller zum Ende des Jahres zu weiteren Preissenkungen zwingen wird."


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