Spieletest: Super Mario Bros. 3 - Super Mario Advance 4
NES-Klassiker auf den GBA portiert. Das Klassiker-Recycling geht weiter: Nachdem Nintendo bereits eine ganze Reihe legendärer NES- und SNES-Titel auf den GBA portiert hat, wird mit Super Mario Bros. 3 nun ein weiterer Oldie zu neuem Leben erweckt.
Der Name Super Mario Advance 4 ist ein wenig irreführend: Zwar handelt es sich wirklich bereits um den vierten Auftritt des berühmten Klempners auf dem aktuellen Nintendo-Handheld, inhaltlich steckt hier aber vor allem Super Mario Bros. 3 drin – das Spiel, das vor über 13 Jahren auf dem NES Geschichte schrieb und auch heute noch als eines der besten Jump&Runs aller Zeiten gilt. Wer also schon damals begeisterter Videospieler war, wird sich zweifelsohne über das Déjà-vu freuen.
Ausgangspunkt ist einmal mehr der Ober-Bösewicht Bowser – der versucht nämlich wieder, die Welt an sich zu reißen und hat zu diesem Zweck alle Könige im Mario-Land in Tiere verwandelt. Natürlich verspricht Mario der Prinzessin Peach, das Problem in den Griff zu bekommen und zieht sofort los, um in acht großen und optisch unterschiedlichen Welten mit insgesamt über 80 Leveln wieder für Ordnung zu sorgen. Wahlweise steht ihm dabei auch sein Bruder Luigi zur Verfügung – der Spieler kann selbst entscheiden, ob er nur Mario oder gleich beide Handwerker losschickt.
Das prinzipielle Gameplay ist natürlich simpel wie immer: Mario muss versuchen, vom Anfang eines Levels bis zum Ende zu kommen, ohne dabei in einen Abgrund zu fallen oder von einem der zahlreichen Gegnern berührt zu werden. Von Haus aus kann Mario springen und Gegner so durch einen platzierten Sprung auf ihren Kopf ausschalten, zusätzlich gibt es aber zahlreiche Extras, die immer wieder eingesammelt werden können und Mario zum Beispiel die Fähigkeit verleihen, vorübergehend zu fliegen. Spezielle Anzüge erweitern das Repertoire des Klempners zusätzlich: Mit der Frosch-Kluft etwa lässt sich das Meer durchqueren, andere Kleidungsstücke verleihen besondere Größe, Waffen oder geben Mario die Möglichkeit, sich zeitweilig in eine zwar unbewegliche, dafür aber auch unbesiegbare Statue zu verwandeln.
Zwischen den einzelnen Leveln hat man in jeder der acht Welten die Möglichkeit, auf einer großen Übersichtskarte zwischen den Missionen zu wählen oder sich aber in kleinen Mini-Spielen neue Power-Ups und Extra-Leben zu verdienen. Zudem gibt es – im Vergleich zum NES-Original – jetzt auch eine Speicherfunktion, man ist also nicht gezwungen, das Spiel am Stück durchzuspielen.
Ein paar weitere Neuerungen grenzen das Remake minimal vom Original ab: So wurde die Grafik etwas überarbeit und der Schwierigkeitsgrad ein wenig abgesenkt, indem etwa neue Kisten oder Steine dafür sorgen, dass man nicht mehr ganz so leicht in den Abgrund springt. Zudem gibt es auch mehr Münzen zum Einsammeln, mit denen man sich Extra-Leben verdienen kann.
Ein Multiplayer-Modus für bis zu vier Spieler wurde ebenfalls eingebaut. Als kleines Extra ist auf dem Modul – wie schon bei den vorherigen Super-Mario-Advance-Spielen – der Klassiker Super Mario Bros. 1 als Dreingabe enthalten.
Fazit: Super Mario Bros. 3 gehört auch über ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen zu den besten Plattformspielen – das grandiose Level-Design und das süchtig machende Spielprinzip haben kaum etwas von ihrem Charme eingebüßt. Sicherlich wäre es schön gewesen, wenn Nintendo dem Klassiker ein paar Extras spendiert hätte, anstelle ihn fast 1:1 zu portieren, trotzdem überzeugt er inhaltlich aber nach wie vor – GBA-Besitzer können sich also über ein weiteres Highlight freuen.