NEC und RIKEN melden Fortschritte bei Quantencomputern
Ein Quantencomputer profitiert von den verschiedenen möglichen Quantenzuständen eines Atoms oder Kerns, die es ihnen erlauben, als Quanten-Bits bzw. "Qubits" zu arbeiten. Diese dienen gleichzeitig als eine Art Prozessor und Speicher. Durch die Beeinflussung der Interaktion zwischen den Qbits, während sie dennoch von der Außenwelt isoliert sind, ist es möglich, Quantencomputer dazu zu bringen, bestimmte Berechnungen, wie z.B. die Faktorisierung, deutlich schneller durchführen zu lassen als konventionelle Computer.
Dabei seien nur zwei Arten von Gatter-Operationen für Quanten-Berechnungen vonnöten, mit denen sich auch komplexe Algorithmen ausführen lassen sollen, so die Forscher von NEC und RIKEN: ein Ein-Qubit-Rotations-Gatter, das den Zustand eines Qubit kontrolliert und ein Controlled-NOT-(C-NOT-)Gatter, das als Konditional-Gatter für zwei Qubits fungiert. Beide konnten die Forscher von NEC und RIKEN jetzt herstellen.
Details zu den Fortschritten auf dem Weg zum Quantencomputer sollen heute, am 30. Oktober 2003, in dem Wissenschafts-Journal "Nature" veröffentlicht werden.