Internet wird in Deutschland zum Medikamentenmarkt
Wachsende Beliebtheit: Medikamenteninformationen im Internet. Die rund 22.000 Apotheken in Deutschland werden in naher Zukunft immer mehr Konkurrenz aus dem Internet bekommen. Denn immer mehr Menschen suchen nicht mehr allein beim Arzt oder Apotheker Rat, wenn es um Gesundheit, Krankheiten oder die Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten geht, sondern nutzen dazu das weltweite Netz. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach, bei der 10.424 Personen befragt wurden.
Allein im letzten Jahr ist in Deutschland die Zahl derjenigen, die Informationen zu Medikamenten aus dem Internet abrufen, von 5 auf 7,2 Millionen angewachsen. Zugleich ist auch die Zahlungsbereitschaft für medizinischen Rat aus dem Internet unter den Online-Nutzern auf beachtliche Weise größer geworden. Während vor einem Jahr erst rund 3 Millionen bereit waren, für solche medizinische Beratung Geld auszugeben, erklären sich jetzt 4,25 Millionen dazu bereit.
Auch die Bestellungen und Käufe von Medikamenten per Internet haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Noch vor drei Jahren hatten erst rund 120.000 Personen schon einmal online Medikamente gekauft. Die neuen Daten der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse ACTA 2003 zeigen, dass sich diese Zahl inzwischen auf eine Million mehr als verachtfacht hat.
Eine der Hauptadressen für solche Bestellungen aus dem medizinischen Bereich ist die von Holland aus agierende Internetapotheke 0800docmorris.de, die inzwischen nach Angaben der Studienautoren ein Viertel aller Internetapothekenkunden aus diesem Bereich für sich gewinnen konnte.