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Digitale Spiegelreflexkamera Sigma SD10 angekündigt

Nachfolger der Sigma SD9. Sigma hat den Nachfolger der digitalen Spiegelreflexkamera Sigma SD9 angekündigt. Das passenderweise Sigma SD10 genannte Gerät arbeitet wieder mit dem Foveon-X3-Bildsensor, der anstelle einer einzelnen Schicht von Pixelsensoren, die in einem Schachbrettmuster angeordnet sind, an jedem einzelnen Pixel alle RGB-Farben erkennt. Das Design des Foveon-X3-Direkt-Bildsensors basiert auf drei Schichten von Pixelsensoren.
/ Andreas Donath
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Die Auflösung der Kamera gibt Sigma mit 10,29 Millionen Pixeln an, worüber sich im Vergleich zu CCD-Chips trefflich streiten lässt. Die maximale Bildgröße der Sigma SD10 sind nämlich nur 2.268 x 1.512 Pixel, allerdings in drei Farbschichten (je für Rot, Blau und Grün). Der Bildsensor misst 20,7 x 13,8 mm. Die Kamera verfügt über einen Sigma-SA-Bajonett-Objektivanschluss, an dem sich alle entsprechenden Sigma-Objektive anschließen lassen.

Rückwärtig ist ein 1,8-Zoll-LCD-Monitor angebracht, der es auf eine Auflösung von 130.000 Pixeln bringt und 100 Prozent des Bildbereiches abdecken soll. Der Reflexsucher mit Spiegelprisma bildet 97 Prozent des vertikalen und 98 Prozent des horizontalen Bildbereiches ab.

Der Autofokus wird mit einer TTL-Phasendifferenz-Detektion mit Daten versorgt und besitzt drei Betriebsmodi: AF-S (Schärfepriorität), AF-C (Schärfenachführung) und den AF-C-Modus mit Prädiktionsfunktion bei der Aufnahme von Objekten, die sich bewegen. Die Belichtungsmessung erfolgt über eine Mehrfeldmessung in acht Segmenten, womit neben einer mittenbetonten Messung auch eine Integralmessung möglich ist.

Die Verschlusszeiten liegen bei 1/6.000 bis 15 Sekunden bei ISO 100 und 200 sowie zwischen 1/6.000 bis 4 Sekunden bei ISO 400 und 800. Die ISO-Empfindlichkeit reicht nun bis 1600. Die Kamera bietet eine externe Blitzsynchronisierung über einen Sucherschuh mit Zündkontakt sowie Steuerkontakten für speziell abgestimmte Blitzgeräte. Beim Einsatz von zwei optionalen EF-500-DG-Super-Blitzgeräten kann man kabellos blitzen – die Kamera steuert auch hier die Blitzlichtleistung automatisch.

Die Kamera kann in höchster Auflösung sechs Aufnahmen hintereinander bei einer Geschwindigkeit von 1,9 Bildern pro Sekunde machen und bei niedrigeren Auflösungen bis zu 30 Bilder hintereinander mit einer Kadenz von bis zu 2,5 Bildern pro Sekunde.

Als Belichtungsbetriebsarten wurde neben einer beeinflussbaren Programmautomatik eine Blendenautomatik, eine Zeitautomatik sowie die vollständig manuelle Kontrolle aller relevanten Parameter realisiert. Die Belichtungskorrektur ist nun in 1/3-Belichtungsstufen möglich. In Situationen, wo die Ermittlung der korrekten Belichtung schwierig ist – wenn zum Beispiel feine Helligkeitsunterschiede im Motiv vorhanden sind – bietet es sich an, drei aufeinander folgende Aufnahmen mit leicht unterschiedlicher Belichtung (Unter-/Normal-/Überbelichtung) anzufertigen. Für den Weißabgleich stehen sieben verschiedene Voreinstellungen, eine Speicherstelle für eigene Werte und die manuelle Einstellung zur Verfügung.

Als Schnittstellen sind neben USB 1.1 auch Firewire400 und ein Videoausgang (NTSC/PAL) integriert. Die Kamera zeichnet im Sigma-eigenen 12-bit-Bildaufzeichnungsformat RAW auf und nutzt CompactFlash-Speicherkarten sowie das Hitachi Microdrive zur Datensicherung.

Die SD10 wird mit der Sigma Photo Pro 2.0 Software ausgeliefert, die für die Konvertierung der im RAW-Format aufgezeichneten Bilder zuständig ist. Mit der Software kann man Nachkorrekturen beim Weißabgleich, der Belichtung, Farbsättigung und Schärfe sowie den Kontrast vornehmen, ohne die Auflösung des Bildes zu verändern. Dabei gibt es sowohl manuelle als auch automatisierte Korrekturfunktionen. Eine Tonwertkorrektur kann in unterbelichteten Bildregionen eine Nachbelichtung vornehmen und behält die Struktur heller Regionen bei. Die Software erlaubt die Ausgabe als TIFF und JPEG und gibt Bilder in sRGB- und AppleRGB-Farbräumen aus.

Die Energieversorgung der Sigma SD10 wird mit zwei CR-V3-Lithium-Batterien oder vier AA-Akkus realisiert. Der optionale Akkugriff nimmt vier CR-V3-Batterien oder acht AA-Batterien auf. Das Kameragehäuse misst 152 x 120 x 79 mm und wiegt ohne Batterien oder Speicherkarten 805 Gramm.

Die Kamera soll Mitte November 2003 für 1.599,- Euro auf den Markt kommen. Für 100,- Euro mehr erhält man zusätzlich ein Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 50 mm bei F3.5 bis 5.6.


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