Neuer Video-Codec VP6 soll DivX und WMV Konkurrenz machen

Zur privaten Nutzung frei verwendbarer Codec zum Download erhältlich

Der von On2 Technologies bereits im Mai 2003 erstmals vorgestellte Video-Codec "TrueMotion VP6" hat nun seine Betatest-Phase hinter sich und steht zum Download zur Verfügung. Der für private Nutzung kostenlos einsetzbare VP6 soll die Konkurrenz qualitativ hinter sich lassen und auch für den Einsatz in Unterhaltungselektronik geeignet sein.

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On2 verspricht im Vergleich zum Vorgänger VP5 eine um 50 Prozent schnellere Wiedergabe sowie eine um 40 Prozent verbesserte Bildqualität. Auch im Vergleich zu Windows Media 9, Real 9, H.264/AVC und QuickTime MPEG-4 soll VP6 eine bessere Bildqualität bieten, wobei On2 zumindest angibt, dass der maximale Rauschabstand bei Datenraten von 28.8 KBit/s (Modem) bis hin zu 6-8 MBit/s (DVD, HD) durchgängig besser sein soll als bei der Konkurrenz. Für den nicht genannten Konkurrenten DivX hat Eric Ameres, Cheftechniker und Vizepräsident von On2, nur folgende Worte übrig: "Warum soll sich irgendjemand mit Ad-Ware [werbefinanzierte Software, Anmk. d. Redaktion] eines unterlegenen Produktes beschäftigen oder dafür zahlen wollen?"

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Neben Single- und Multi-Pass-Encoding und konstanten oder variablen (VBR) Bitraten unterstützt auch On2 mit VP6 erstmals Kodierungsprofile für drei verschiedene Hardware-Voraussetzungen. Das "Simple Profile" ist für die ruckelfreie Wiedergabe von High-Definition-(HD-)Videos auf günstigen Prozessoren gedacht, das "General Profile" ist für PAL/NTSC-Videoauflösungen auf Set-Top-Boxen gedacht und "Advanced Profile" soll die beste Videoqualität bei Datenraten von 28.8 bis 200 KBit/s erzielen. Lediglich das General Profile ist nicht im kostenlosen VP6-Codec enthalten.

Mittels des Simple Profiles soll die Wiedergabe in HD-Auflösungen auf PCs und auf Set-Top-Boxen mit Equators 405-MHz-BSP möglich sein. Letzterer schafft 1.280 x 720 Bildpunkte progressiv (720p) mit 2 MBit/s bei 24 Bildern/s, während dafür im PC mindestens ein 1,5-GHz-Pentium-4-Prozessor nötig ist. Bei voller HDTV-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (1080p) progressiv bei 3,5 MBit/s und ebenfalls 24 Bildern/s ist mindestens ein PC mit 2,5-GHz-Pentium-4-Prozessor vonnöten, entsprechende Set-Top-Box-Prozessoren sind noch nicht verfügbar. Dennoch soll das VP6-Dekodieren auch bei höchster Auflösung deutlich weniger Leistung erfordern als bei H.264-Profilen, etwa gleichviel von der Hardware abverlangen wie MPEG-4 ohne B-Frame-Prediction und nur etwa 1,5-mal komplexer sein als bei MPEG-2.

Die besten Ergebnisse bei der Kompression soll VP6 "offline", also nicht in Echtzeit erzielen. Dennoch ist eine Echtzeit-Aufzeichnung auf sehr schnellen Prozessoren möglich, Taktraten nennt On2 hierbei nicht. Auf Grund der hohen Anforderungen hat On2 noch einen "Fast Compress Mode" ersonnen, der ab einem 1-GHz-Pentium-4-Prozessor bereits bei geringem Qualitätsverlust Aufzeichnungen erlauben soll. Die Bitrate gab On2 dabei in seinem White-Paper nicht an.

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"VP6 for Video for Windows" (VP6 VfW) steht auf On2.com zum kostenlosen Download zur privaten Nutzung zur Verfügung. Linux- und Mac-Versionen gibt es noch nicht, sie wurden auch noch nicht angekündigt. Organisationen oder Entwickler, die den On2-Codec für kommerzielle Nutzung verwenden möchten, müssen eine kommerzielle Lizenzvereinbarung mit On2 treffen.

On2 bietet auf seiner Website neben kleinen VP6-Beispielvideos zum Qualitätsvergleich auch einen vollen Film ("To Kill a Lawyer") als 700-kbps-VP6-Stream an. Für VP-Streams ist zusätzlich der "TrueCast Player" für Windows notwendig.

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sam16 30. Okt 2003

Äh... 5 Stunden für 60 Min Film? Das wäre mir zu lang. Habe einen AMD Athlon XP, der...

Otto von B. 30. Okt 2003

Ich habe mir den Trailer von Xmen mit VP6 angesehen diese war mit 700kbps Bandbreite Ich...

Swirly 29. Okt 2003

Hi, geht mal auf www.divx.com und schaut euch Dr. Divx an ... das Teil ist echt klasse...

Otto von B. 29. Okt 2003

so ein Schei** aber auch, da kündigen diese Deppen vollmundig einen neuen codec, aber...



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