Adobe bringt Atmosphere mit erheblicher Verspätung
Mit Hilfe von Atmosphere sollen sich 3D-Welten besonders leicht erstellen lassen. Neben der Beleuchtung legt man Animationen, Sound-Unterlegungen und Bewegungen fest. In 3D-Szenen lassen sich Texturen, Audio- und Videodateien sowie 3D-Objekte einbinden. Objekte aus anderen 3D-Programmen wie 3DStudio Max und Maya können von Atmosphere eingelesen und im Programm weiter verwendet werden.
Als Einsatzszenarien sieht Adobe etwa den Online-Verkauf von Konzertkarten, wobei der Kunde den gewünschten Sitzplatz samt Blickwinkel auf die Bühne in einem realistischen Nachbau des Veranstaltungsortes auswählt. Aber auch für Architekten soll es eine Hilfe sein, weil Kunden so bequem durch entworfene Gebäude herumwandern können, wobei sich die Daten laut Adobe bequem aus CAD- und DCC-Applikationen importieren lassen.
Der zum Betrachten der 3D-Welten notwendige Atmosphere-Player beruht auf dem Viewpoint Media Player, der unter anderem auch von Sony und Nike eingesetzt wird. Adobe hatte sich im Jahr 2000 an Viewpoint beteiligt und will das Viewpoint-Format so zum Web-Standard machen.
Adobe will die US-Version von Atmosphere für Windows XP Mitte November als Download-Version zum Preis von 399,- US-Dollar anbieten. Als Systemanforderung zur Betrachtung der Atmosphere-Daten wird der Internet Explorer in der Windows-Version vorausgesetzt, da ein entsprechendes Plug-In nur für diesen einen Browser angeboten wird. Demnächst soll auch eine Erweiterung für den Adobe Reader angeboten werden.



