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Bitkom fordert Innovationsoffensive in Deutschland

Deutsche ITK-Branche legt Grundsatzpapier zur Innovationspolitik vor

Deutschland riskiert nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom seine Innovationskraft und schwäche damit die Basis für Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Willi Berchtold, Präsident des Verbandes, fordert eine breit angelegte Innovationsoffensive in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als Kernelement der Agenda 2010. Im Mittelpunkt eines solchen Programms sieht Berchtold die Modernisierung des Bildungswesens.

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Bei Patentanmeldungen liege Deutschland international auf Platz 6, bei Forschungsausgaben auf Platz 8 und bei Unternehmensgründungen auf Platz 24. Studienanfänger würden außerdem technische Disziplinen links liegen lassen. Bei Investitionen in Informationstechnik und Telekommunikation steht Deutschland nach Angaben des Verbandes auf Rang 12, im E-Government auf Rang 31.

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Für Berchtold ist das zu wenig: "Innovation ist die Grundlage unseres Wohlstands. Einen Platz im Mittelfeld können wir uns nicht leisten. Wir müssen international an die Spitze. Wir brauchen einen 'Digital Mindset', mehr Begeisterung für Technik und Lust auf Innovation."

Einzelheiten des umfangreichen Programms sind in einem Grundsatzpapier des Bitkom aufgeführt, das Berchtold in München anlässlich der Systems vorstellte. Die Bundesregierung forderte Berchtold auf, Anfang 2004 den Startschuss der Innovationsoffensive zu geben.

Berchtold: "Natürlich kann man Innovationen nicht erzwingen oder per Kabinettsbeschluss herbeiführen. Aber man kann ein innovationsfreundliches Klima herstellen - in der Gesellschaft, in der Politik und nicht zuletzt in den Unternehmen." Hierzu gehöre auch, dass technisch-naturwissenschaftliche Berufe wieder die verdiente gesellschaftliche Anerkennung genießen. Dazu passe der seit Jahren anhaltende Rückgang der Studienanfänger in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Im Jahr 1991 wollten noch 10.000 Abiturienten Physik studieren, 1998 waren es nur noch 5.000. In den kommenden Jahren werden 12.000 bis 14.000 Elektrotechniker in Deutschland fehlen.

Um gegenzusteuern, müsse mehr in Bildungsinstitutionen investiert werden. Zurzeit fließen nach Angaben von Bitkom jährlich rund 5 Prozent der Staatsausgaben, etwa 45 Milliarden Euro, in die Schulen. Die Arbeitslosigkeit kostet demgegenüber rund 75 Milliarden Euro. "Diese Schieflage der öffentlichen Haushalte müssen wir korrigieren. Der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt sollte jährlich um einen halben Prozentpunkt erhöht werden", forderte Berchtold. Wie all dies finanziert werden solle, teilte er nicht mit. Die Hochschulen sollten mehr Autonomie erhalten und z.B. über die Aufnahme ihrer Studierenden selbst entscheiden können. Im Bildungssektor sieht Berchtold auch die Unternehmen in der Pflicht. Sie müssten auch in schwierigen konjunkturellen Situationen weiter in die Ausbildung junger Menschen und die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Zudem fordert Bitkom eine Straffung behördlicher Genehmigungsverfahren, weniger rechtliche Hindernisse für neue Technologien, einen verbesserten Schutz geistigen Eigentums, mehr E-Government sowie eine bessere Finanzierungsgrundlage für kleine und mittelständische Unternehmen.

Berchtold abschließend: "Deutschland liegt in zu vielen Rankings im Mittelfeld. Im Fußball würden wir uns damit nie und nimmer abfinden - warum beim Thema Innovation?"

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Punxatan 03. Nov 2003

Wenn man einmal an einer der unsäglichen Bildungs-Zwangsmassnahmen irgendeines...

banzai 21. Okt 2003

Im lamentieren ist unsere Industrie immernoch Weltspitze. Wer selber nicht in die...


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