Apotheker gegen Apotheker: Streit um Medikamente-Bringdienst

Home-Service-Funktion von www.aponet.de vorübergehend deaktiviert

Nachdem die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) seit einiger Zeit gegen den Versandhandel von Medikamenten zu Felde zieht, sind ABDA-Mitglieder nun Opfer einer Abmahnwelle aus den eigenen Reihen geworden: Nach Zustellung einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Baden-Baden hat die ABDA ihren Medikamenten-Reservierungs und -Zustelldienst www.aponet.de vorübergehend deaktivieren müssen, will aber nun das Widerspruchsverfahren einleiten.

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Die "Home-Service-Funktion" auf www.aponet.de erlaubt es, Arzneimittel in einer wohnortnahen Apotheke zu bestellen und abzuholen sowie im begründeten Einzelfall auch durch das Personal der jeweiligen Apotheke nach Hause bringen zu lassen. "Im Gegensatz zum Versandhandel mit Arzneimitteln, der bis zum 31. Dezember 2003 noch verboten ist, ist diese Hauszustellung ausdrücklich in Paragraph 17, Satz 2 der Apothekenbetriebsordnung für die Fälle erlaubt, in denen der Patient daran gehindert ist, eine Apotheke aufsuchen zu können", so die ABDA dazu. Mehr als 10.000 der insgesamt rund 21.000 deutschen Apotheken haben sich am Dienst von aponet.de beteiligt.

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Die jetzt zugestellte einstweilige Verfügung sei ohne mündliche Verhandlung von einem nicht namentlich genannten Apotheker erwirkt worden, der vor längerer Zeit in einer ähnlichen Angelegenheit verurteilt worden sein soll. Auf verschiedenen Wegen versuche er seitdem, gegen die ABDA vorzugehen und nehme dazu jetzt auch "seine Kolleginnen und Kollegen in Anspruch". Neben der ABDA soll der klagende Apotheker nach Medienberichten mehr als 6.000 Apotheker abgemahnt haben, die diesen Service nutzten.

Die ABDA hat allen abgemahnten Apotheken empfohlen, keine Unterlassungserklärung abzugeben, sondern sich zentral juristisch vertreten zu lassen. Bei allen in Frage kommenden Gerichten wurden Schutzschriften hinterlegt, heißt es in einer Mitteilung des Apotheker-Verbandes.

"Auch wenn es sich beim Home-Service nicht um Versandhandel, sondern um eine völlig legale, gesetzlich geregelte Dienstleistung handelt, sind wir durch die einstweilige Verfügung verpflichtet, die Service-Funktion des aponet bis zur gerichtlichen Klärung abzustellen", betonte Prof. Rainer Braun, Hauptgeschäftsführer der ABDA.

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Der Bundesrat hat laut ABDA am 17. Oktober 2003 der Gesundheitsreform (GKV-Modernisierungsgesetz) zugestimmt. Damit werde der Versandhandel mit Arzneimitteln ab dem 1. Januar 2004 unter bestimmten Bedingungen in Deutschland erlaubt.

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b.c. 03. Dez 2003

SIE IST REICH UND DU EIN ARMER TROPF DER MIT DUMMEN SPRÜCHEN AUS DER VERGANGENHEIT ÜBER...

Pillenfuzzi 23. Okt 2003

Nich ??? Aber vorher erstmal kucken, ob da nich irgendwo wer oder was anner Seite steht...

superseipy 23. Okt 2003

nur das die Rechtslage noch nicht geändert ist sondern erst ab 01.01.2004! Wenn ich das...

Nora 22. Okt 2003

Die Zeiten und die Rechtslage ändern sich. Einer scheint es nicht realisiert zu haben...



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