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DeutschlandRadio startet DRM-Digitalradio

Tägliches Programm über digitale Lang- und Mittelwelle ab 2004. DeutschlandRadio und T-Systems haben ihren Vertrag zum Betrieb von Sendeanlagen für Lang- und Mittelwelle erneuert. Damit fiel gleichzeitig der Startschuss für die digitale Verbreitung des Programms. Ab Januar 2004 rüstet T-Systems die Sendeanlagen auf den neuen Standard um. Dann werden die Programme DeutschlandRadio Berlin und Deutschlandfunk über Mittel- und Langwelle täglich sowohl analog als auch digital zu empfangen sein. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2016 und ein Volumen von 110 Millionen Euro.
/ Andreas Donath
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"Das gleichzeitige Ausstrahlen analoger und digitaler Signale mit einer Sendefrequenz im täglichen Betrieb ist ein Novum in der deutschen Rundfunklandschaft" , sagte Konrad F. Reiss, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems. "Mit digitalen Sendern stellt T-Systems eine Technik zur Verfügung, die dem Hörer mehr Klangqualität bietet, und dem Programmveranstalter damit mehr Hörer."

Ernst Elitz, Intendant von DeutschlandRadio, ergänzte: "Mit unseren beiden Hörfunkprogrammen über Lang- und Mittelwelle erfüllen wir den Auftrag nach einer bundesweiten Versorgung aus dem geltenden Rundfunkstaatsvertrag nun auch im digitalen Format. Damit geben wir gleichzeitig Anstöße zur Digitalisierung aller Hörfunksysteme."

DeutschlandRadio ist wie T-Systems ständiges Mitglied des DRM-Gremiums, einem internationalen Zusammenschluss von 80 Teilnehmern aus 30 Ländern. Ziel von Digital Radio Mondiale (DRM) ist es, die neuen digitalen Übertragungsverfahren weltweit zu standardisieren. Damit schafft DRM die Grundlagen, bestehende analoge Sendernetze im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich auf digitale Aussendungen umzustellen.

Analoge Hörfunkprogramme auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle bieten eine geringere Tonqualität als auf UKW und Digital Radio. Die digitale Audio-Kompression und ein spezielles Modulationsverfahren verbessern dagegen deutlich den Klang der Programme, der somit fast UKW-Qualität erreicht. Parallel dazu kann der Sender Zusatzsignale und Multimediainhalte aussenden.

DRM, an dessen Entwicklung immerhin 80 Partner aus aller Welt beteiligt waren, soll den Störungen ein Ende bereiten, indem die Tondaten mit Advanced Audio Coding mit Bandbreitenerweiterung, einem Nachfolger von MP3, komprimiert werden. DRM sendet maximal mit 24 KBit pro Sekunde. DRM passt sich in das Frequenzraster des bestehenden analogen Rundfunks ein und soll so eine langwierige Frequenzkoordination weitgehend überflüssig machen. Die Rundfunkbetreiber könnten dabei ihre Sender sukzessive auf die digitale Technik umrüsten.


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