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Nachfolger von HPs Compaq Tablet PC TC1000 angekündigt

Intels Pentium-M oder Mobile Celeron anstatt Transmeta-Prozessor. Nachdem HP mit dem Compaq TC1000 zu den ersten Herstellern von Tablet-PCs zählte, hat das Unternehmen nun einen leistungsfähigeren Nachfolger angekündigt: Anstatt mit Transmetas Crusoe-TM5800-Prozessor arbeiten im HP Compaq Tablet PC TC1100 entweder Intels Pentium-M oder der weniger stromsparende Mobile Celeron jeweils in der Ultra-Low-Voltage-Ausführung – was allerdings im Vergleich zum Vorgänger mit kürzeren Akkulaufzeiten einhergeht.
/ Christian Klaß
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Während der ULV-Pentium-M-Prozessor (1 MByte Level-2-Cache) mit 1 GHz getaktet wird, liegt der Takt beim Mobile Celeron ULV (512 KByte Level-2-Cache) mit 800 MHz etwas niedriger. Beide werden mit einem Systembus von 400 MHz (100 MHz "quadpumped") betrieben und sind an einen Intel-855PM-Chipsatz angebunden. Die Grafikausgabe erledigt ein Nvidia-Notebook-Grafikchip vom Typ GeForce4 Go 420 mit eigenem 32-MByte-Speicher, beim Vorgänger TC1000 war es noch der langsamere GeForce2 Go 100 mit 16 MByte.

Die Hauptspeicher-Ausstattung des Celeron-Modells (Modell-Nr. CTC1100QC800X030NCi25T) liegt bei 256 MByte DDR266-SDRAM, während das Pentium-M-Modell (Modell-Nr. CTC1100QP100X040NCi51T) mit 512 MByte DDR333-SDRAM mehr und schnelleren Speicher besitzt. Es gibt jeweils noch einen freien Speichersteckplatz zur Erweiterung, der maximale Speicherausbau darf 2 GByte betragen. An Laufwerken werden entweder eine 30-GByte- (Celeron) oder 40-GByte-Festplatte verbaut.

Neben der Rechenleistung wurde vor allem das seitlich beleuchtete 10,4-Zoll-XGA-TFT-Display (1.024 x 768 Bildpunkte) verbessert – allerdings nur bei den Geräten mit Pentium-M, hier verspricht HP neben einer nun "glitzerfreien" Oberfläche zusätzlich auch einen höheren horizontalen und vertikalen Blickwinkel von 160 Grad. Bei TC1100-Modellen mit Mobile-Celeron-ULV-Prozessor wird hingegen auf ein Display gesetzt, das "mindestens" 100 Grad Blickwinkel ermöglichen soll. Das klingt ganz danach, als würde HP für die Celeron-Geräte die Komponenten des TC1000 weiterverwenden.

Immerhin profitieren aber beide Modelle von den neuen, ohne Batterie ausgestatteten, druckempfindlichen Eingabestiften, die etwa für die Handschriftenerkennung genutzt werden. An Schnittstellen sollen jeweils eine interne Intel-Pro/Wireless-WLAN-802.11b-Netzwerkkarte (.11a/b/g optional), Bluetooth, ein 56K-Modem, ein Fast-Infrarot-Anschluss, ein SD-Card-Schacht, ein PC-Card-Slot vom Typ III, zwei USB-2.0-Schnittstellen, Stereo-Ton-Ausgang und VGA-Schnittstelle an den beiden Tablet-PCs zu finden sein.

Dank ihrer 6-Zellen-Lithium-Ionen-Akkus sollen beide Tablet-PC-Modelle rund vier Stunden durchhalten können, etwa eine Stunde weniger als der TC1000. Der Akku kann laut HP im Betrieb ausgewechselt werden. Die im stabilen, 27,4 x 21,6 x 2 cm großen Magnesiumgehäuse verpackte TC1100-Elektronik wiegt zudem mit 1,5 kg etwas mehr als beim TC1000, der "nur" 1,4 kg auf die Waage brachte. Auch 1,4 kg fühlen sich jedoch auf Dauer schwer an, wenn die Geräte einarmig getragen werden. Inklusive externer, ansteckbarer Tastatur wiegt der TC1100 laut HP 1,8 kg.

Als Betriebssystem ist erneut die Windows XP Tablet-PC Edition vorinstalliert, die auf einer um Tablet-PC-Software erweiterten Version von Windows XP Professional basiert.

Der HP Compaq Tablet PC TC1100 soll in Deutschland voraussichtlich ab November 2003 verfügbar sein, in den USA geht man hingegen – etwas vorsichtiger – von einer Verfügbarkeit gegen Ende November 2003 aus. Das kleinste, mit Celeron ausgestattete Modell soll 2.299,- Euro kosten, für die leistungsfähigere Centrino-Ausführung wurde ein Preis von 2999,- Euro genannt.


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