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China errichtet gigantisches Forschungs-Grid

Kapazität von bis zu 15 Billionen Berechnungen pro Sekunde. Das chinesische Bildungsministerium, die Peking Universität und IBM haben das so genannte "China Research and Education Grid" vorgestellt. Dabei handelt es sich um das derzeit wahrscheinlich größte und ehrgeizigste Grid-Projekt im Bereich Bildung und Wissenschaft.
/ Andreas Donath
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Das China Grid soll noch im Oktober 2003 seinen Betrieb aufnehmen und verbindet zunächst ein halbes Dutzend Universitäten. In der Endausbaustufe soll es über 200.000 Studenten und Universitätsmitglieder verschiedener Fakultäten in annähernd 100 chinesischen Universitäten verbinden, teilte IBM mit.

Die Kapazität des China Grids soll nach Angaben der Beteiligten 15 Teraflops erreichen (15 Billionen Berechnungen pro Sekunde). Würde man das Grid heute im Ranking der Top-500-Supercomputer-Liste aufnehmen, würde es den Platz des weltweit zweitgrößten Systems erreichen können, gibt IBM an.

Bei dem Aufbau des Grids wird zu großen Teilen IBM-Technik eingesetzt: vor allem Web-Services-Technologie auf der Basis von IBM-Websphere-Software, IBM xSeries Server mit Linux, IBM pSeries Server mit AIX sowie TotalStorage-Speichersysteme. Bei der Entwicklung des Grids bedient man sich der Open Grid Services Architektur (OGSA), einem sich gerade entwickelten Standard für Grid-Systeme. Insgesamt wurden 49 IBM eServer xSeries mit Linux installiert. Zudem gibt es sechs pSeries Server mit AIX und IBM TotalStorage FAStT200 Server für die Datenspeicherung.

Einige der ersten Projekte, die auf dem China Grid laufen sollen, sind Bioinformatik-Forschungsaufgaben, E-Learning und Video-Kurse für Studierende.


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