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Fraunhofer-Forscher binden Lautsprecher ins Netzwerk ein

ivistar Kommunikationssysteme vertreibt Fraunhofer-Entwicklung IPCom

Das Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS entwickelt derzeit ein IPCom getauftes System, bei dem aufwendige Tonanlagen bei Veränderungen nicht mehr am Mischpult konfiguriert oder durch Techniker neu verdrahtet werden müssen. Mit "IPCom" werden Mikros und Lautsprecher ins Netzwerk eingebunden und per Mausklicks konfiguriert.

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"Bei herkömmlichen Systemen laufen die einzelnen Stränge in einem großen Schaltschrank zusammen und sind gruppenweise miteinander verdrahtet", erklärt Philipp Hünerberg vom Competence Center for Advanced Network Technologies and Systems CATS vom FOKUS. Abhilfe könne da IPcom schaffen, was bereits auf der Internationalen Funkausstellung 2003 vorgestellt wurde.

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Mikrofone und Lautsprecher sind bei IPcom Bestandteile eines Netzwerks und werden flexibel per Internetprotokoll (IP) miteinander verbunden. Mittels PC lassen sich die einzelnen Bestandteile des Netzwerks beliebig miteinander verschalten. Die Datenübertragung des Audiosignals erfolgt als MP3-Datenstrom über ein Standard-Ethernet. Bis zu 500 Audioübertragungen gleichzeitig sollen im IPcom-Netz möglich sein. Dank des verwendeten Internetprotokolls lässt sich das System leicht in vorhandene Netzwerke integrieren.

Verschiedene Ein- und Ausgabegeräte können per IP verbunden und einzeln angesteuert werden
Verschiedene Ein- und Ausgabegeräte können per IP verbunden und einzeln angesteuert werden

Die Fraunhofer-Forscher haben eine Vielzahl von Anwendungen im Auge, in denen IPCom zum Einsatz kommen könnte: "Der Einsatz von IPcom ist überall dort sinnvoll, wo eine ortsabhängige Informationsverteilung erfolgen soll, etwa auf Bahnhöfen, Flughäfen oder im Krankenhaus", sagt Philipp Hünerberg. Über die netzbasierte Beschallungsanlage könnten sogar einzelne Personen angesprochen werden, die dazu allerdings erst lokalisiert werden müssen.

Grundlage für eine solche "Follow-Me"-Anwendung sei ein kleiner Anhänger, den sich beispielsweise ein Konferenzteilnehmer wie ein Namensschild anheftet. Die Marke wird per Infrarot geortet und sendet die Daten ihres Trägers an eine Zentrale. Bewegt sich die Person durch das Tagungszentrum, überträgt nur der jeweils am nächsten gelegene Lautsprecher eine individuelle Durchsage, andere Teilnehmer würden hingegen nichts hören und nicht belästigt werden. Auch für Bahnreisende wäre ein solches System sinnvoll, so Dr. Peter Gober vom FOKUS, um so Reisende eines bestimmten Zuges individuell auf dem Bahnhof zu informieren.

Der Produktvertrieb von IPcom erfolgt über die IVISTAR Kommunikationssysteme AG, eine Ausgründung des FOKUS.

Nachtrag vom 13. Oktober 2003, 16:30 Uhr:
Auf Nachfrage von Golem.de, ob das System auch für den privaten Haushalt geeignet ist, erklärte Philipp Hünerberg: "Selbstverständlich ist eine Verwendung in privaten Haushalten zur Beschallung verschiedener Räume von einem zentralen Dateiserver aus oder auch im Internet (beispielsweise Internet-Radios) möglich. Dies zeigen wir auch in unserem Demo-Aufbau bei uns im Hause. Als Fraunhofer-Institut liegt unser Schwerpunkt allerdings auf Entwicklungs- und Forschungsleistungen. Daher sehen wir unseren Markt primär im Design und der Implementierung von kundenspezifischen Systemen. Eine breite Nutzung der Systeme auch im Heimbereich wäre eine wünschenswerte Ergänzung. Konkrete Kontakte mit Unterhaltungselektronik-Anbietern haben wir derzeit noch nicht forciert, stehen ihnen aber jederzeit aufgeschlossen gegenüber. Ein direkter Verkauf unsererseits an private Endanwender ist allerdings nicht geplant."

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netblade 01. Nov 2003

gibt es doch schon lange. oder noch nie was von mono-endstufen gehört? damit steuerst du...

Testi 14. Okt 2003

Ist ja wohl nicht neu und erscheint mir für professionelle Benutzer auch nicht geeignet...

moppi 14. Okt 2003

nein das ist schon richtig was du da denkst ^^

Martin Schmalohr 14. Okt 2003

Jetzt kommt endlich Schwung ins Netzwerk ! Schon seit dem guten alten yellow cable hatte...

tux73 14. Okt 2003

Aber von der Idee her nicht schlecht. Wie ein brüllend lautes Walkie-Talkie ohne Mikrofon...


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