Aktuelle Entwicklerversion unterstützt auch SVG-Grafiken. Die freie Bildbearbeitungssoftware GIMP nähert sich zunehmend der Version 2.0, die neben einer grundlegend überarbeiteten Architektur mit zahlreichen neuen Funktionen aufwarten wird. Die jüngst erschienene Entwicklerversion 1.3.21 bietet nun unter anderem auch mit Unterstützung für das XML-basierte Vektorgrafik-Format SVG.
Nach nunmehr fast drei Jahren Entwicklungszeit seit der Veröffentlichung der stabilen Version GIMP 1.2 rückt nun die stabile Version 2.0 zusehends näher. Die Entwickler haben unter anderem die eigentliche Programmlogik strikt vom Front-End getrennt, so dass es einfacher wird, alternative User-Interfaces bereitzustellen oder auch die Software im Server-Bereich einzusetzen. Auch die Windows-Version profitiert davon.
Zudem wurden die Menüs und Dialoge überarbeitet und neu geordnet. So fasst GIMP nun mehr Funktionen und Dialoge in seinem Hauptfenster zusammen, was die Zahl der einzelnen Fenster verringert und die Übersichtlichkeit deutlich erhöht.
GIMP 2.0 wartet aber auch mit nennenswerten neuen Funktionen auf. So bietet die aktuelle Entwicklerversion unter anderem ein verbessertes Pfad-Werkzeug sowie SVG-Import und -Export-Funktionen. Aus Sicht der Entwickler ist diese Version zudem recht stabil und sollte damit für eine größere Zahl von Nutzern interessant sein.
Aber auch an anderen Ecken hat GIMP nachgelegt. So gibt es eine rudimentäre Unterstützung von EXIF-Informationen, wie sie beispielsweise Digitalkameras in Bilddateien einbetten, und Unterstützung für persistente Text-Layer. Auch das für den Printbereich wichtige CMYK-Farbsystem wird zumindest grundlegend unterstützt, Farbprofile wird man aber wohl erst in der kommenden Version in GIMP einführen.