Spieletest: Space Invaders Invasion Day - Klassiker-Ballerei
Spiel zum Niedrigpreis für PlayStation 2. Space Invaders gehört ohne Frage zu den Klassikern der Videospielgeschichte, nicht wenige werden sich noch heute daran erinnern, wie sie sich bei dem Spiel die Daumen wundgeballert haben. Mit "Space Invaders Invasion Day" veröffentlicht Bigben jetzt eine Neuinterpretation des Spiels für die PlayStation 2.
Wieder einmal ist die Erde in Gefahr, und wieder einmal sind Aliens daran schuld – im kurzen Intro darf man mitansehen, wie sich die außerirdische Brut auf unseren Heimatplaneten stürzt und weite Teile einer Großstadt in Schutt und Asche legt. Der Spieler wählt einen von drei Charakteren und stellt sich den Aliens in den Weg – und zwar genau in der Form, wie man es schon vom ersten Space Invaders kennt.
Somit befindet man sich am unteren Bildschirmrand, kann sich nur nach rechts oder links bewegen und versucht, durch möglichst schnelles Drücken der Feuertaste die sich immer weiter annähernden Kontrahenten zu erledigen. Zusätzlich gibt es Sekundärwaffen wie etwa Granaten, mit denen sich zwar größerer Schaden anrichten lässt, die allerdings nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Die Gegner sind dabei recht abwechslungsreich: Die Entwickler haben eine Vielzahl von unterschiedlich großen und kräftigen Aliens ins Spiel integriert, die auch je nach Art unterschiedlich schnell sind und über jeweils eigene Waffen verfügen.
Nach und nach schießt man sich durch mehrere Level, die wiederum aus jeweils mehreren Stages bestehen. Am Ende jedes Levels wartet dann noch ein Boss-Gegner, der besonders viel Munition verträgt. Der Schwierigkeitsgrad ist von Beginn an recht hoch – einige Gegner nähern sich so schnell, dass man als Spieler überhaupt keine Chance hat ihnen auszuweichen, ein schnelles Absinken der eigenen Energieleiste ist so vorprogrammiert. Zum Glück gibt es Continues, so dass man nicht jedes Mal wieder von vorn beginnen muss.
Innerhalb des Story-Modus bekommt man nicht nur wechselnde Gegner, sondern auch wechselnde Szenarien zu sehen – zu Beginn kämpft man in einer engen Gasse, am Ende erreicht man das Raumschiff der außerirdischen Angreifer. Kleinere Zwischensequenzen treiben zudem die Hintergrundgeschichte voran. Am Spielprinzip ändert dies allerdings nichts, mehr als die Feuertaste zu drücken und sich ein bisschen bewegen muss man während der gesamten Zeit nicht tun.
Hat man den Überlebenskampf nach knappen zwei Stunden Spielzeit hinter sich gebracht, gibt es noch die Möglichkeit, im Kooperationsmodus zu zweit gegen die Aliens anzutreten, auch hier lässt die Motivation aber nach kurzer Zeit nach. Zumindest entspricht der Verkaufspreis der kurzen Spieldauer – das PlayStation-2-Spiel ist für knappe 15 Euro im Handel erhältlich.
Fazit: Neue Gameplay-Elemente haben die Entwickler dem klassischen Space-Invaders-Prinzip nicht verpasst, nur die Grafik wurde deutlich aufgemotzt. Zumindest stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit 15 Euro ist die kurze und simple Ballerei zumindest nicht zu teuer und für Gelegenheitsspieler durchaus einen Blick wert.