CERN: Weltweites wissenschaftliches Datengrid geht online
Grid soll bis zu 14 Petabyte Daten pro Jahr verarbeiten. Die Atomphysikergemeinschaft CERN hat den Start der ersten Phase des LHC Computing Grid (LCG-1) angekündigt. Ab 2007 sollen im Rahmen des Large-Hadron-Collider-Projektes (LHC), dem bislang leistungsfähigsten Teilchenbeschleuniger, enorm große Datenmengen verarbeitet werden. LCG soll dabei als wichtiges Testumfeld für neue DataGrid-Computing-Techniken fungieren.
Die Anforderungen von LHC-Experimenten an die IT sind hoch: 12 bis 14 Petabytes Datenvolumen werden jährlich generiert, dies entspricht einer Summe von nahezu 20 Millionen CDs. Ziel des LCG-Projektes ist die Implementierung eines weltweiten, computergestützten Grid-Dienstes, der die Ressourcen wissenschaftlicher Rechenzentren in Europa, Amerika und Asien in eine globale, virtuelle EDV-Organisation integriert.
Um die funktionale und operationale Komplexität im Zusammenhang mit der Initialisierung eines solchen bislang einzigartigen Grids zu verifizieren, werden in der ersten Phase des LHC-Computing-Grid-Projektes eine Reihe von Prototypdienstleistungen getestet, die sich hinsichtlich Umfang und Vielschichtigkeit stufenweise erhöhen.