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EFF: Mehr Rechte für Nutzer bei Trusted Computing

Owner Override soll Nutzern ihre Rechte lassen. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein ausführliches Paper(öffnet im neuen Fenster) zum Thema Trusted Computing veröffentlicht, das Vor- und Nachteile des Systems aus Sicht des Verbrauchers darstellt. Dabei sieht die EFF vor allem die von der Trusted Computing Group (TCG), alias TCPA, geplanten "Remote Attestation" kritisch. Mit dem Konstrukt "Owner Override" macht die EFF aber einen Gegenvorschlag, der dem User bei gleich bleibendem Sicherheitsniveau mehr Rechte einräumt als die Konzepte der TCG.
/ Jens Ihlenfeld
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Computer-Sicherheit sei unumstritten wichtig. Mit immer neuen Sicherheitslücken und entsprechenden Exploits wachse die Notwendigkeit neuer Sicherheitslösungen zusehends. Doch bei den aktuellen Vorschlägen zum Thema "Trusted Computing" hätten die Konsumenten einen hohen Preis zu zahlen. Sie bieten zusätzliche Sicherheit, geben aber zugleich Dritten zusätzliche Kontrolle, um den Konsumenten zu zwingen, nach deren Regeln zu spielen, so die EFF. Die Funktion sei wie gemacht, um von Software-Entwicklern ausgenutzt zu werden, die Wettbewerb durch Dritte ausschließen wollen.

Nach Ansicht der EFF sei es aber gar nicht notwendig, einen solch hohen Preis zu zahlen, vielmehr sei es ebenso möglich, die im Rahmen des "Trusted Computing" geplanten zusätzlichen Sicherheitsfunktionen umzusetzen und zugleich dem PC-Nutzer die volle Kontrolle über sein System zu lassen.

Dazu schlägt die EFF ein so genanntes "Owner Override" vor. Können bei den derzeitigen Modellen Dritte überprüfen, ob Software auf dem System des Nutzers geändert wurde, soll mit Owner Override von Dritten nunmehr nur getestet werden können, ob Software ohne Wissen des Nutzers geändert wurde. Führt der Nutzer aber ganz bewusst Änderungen durch, soll er diese selbst absegnen können, ohne dass Dritte bei einer Integritätsprüfung davon Kenntnis erhalten.


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