VeriSign schaltet seinen SiteFinder ab
Man sei der Aufforderung der ICANN nachgekommen, untersuche derzeit aber alle weiteren Optionen, so Russell Lewis, Executive Vice President von VeriSigns "Naming and Directory Services Group". Es habe in den zwei Wochen, in denen der SiteFinder lief, keine Anzeichen gegeben, dass der SiteFinder das Domain Name System (DNS) destabilisiere oder gar das Internet ins Wanken bringe.
Die von der ICANN angeführten Probleme seien nicht zu verallgemeinern. VeriSigns SiteFinder löst auch nicht existierende Domainnamen unter den Top-Level-Domains .com und .net auf und leitet die Nutzer auf eine Website von VeriSign um.
Zunächst hatte VeriSign noch einen dreitägigen Aufschub bei der ICANN erbeten, der jedoch abgelehnt wurde. Seit dem 4. Oktober ist der Dienst nun erst einmal abgeschaltet.
Zuvor hatten sich bereits das Internet Architecture Board (IAB), das Security and Stability Advisory Committee der ICANN, Public Interest Registry, verantwortlich für die Top-Level-Domain .org, sowie die Internet Society (ISOC) gegen den SiteFinder ausgesprochen, da dieser die Stabilität des Internet gefährde. Das Internet Software Consortium hatte mit der Veröffentlichung einer neuen BIND-Version reagiert.



