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SCO will auch SGI die Unix-Lizenz entziehen

Streit um SGIs Journaling-Dateisystem XFS

In einem offenen Brief an die Linux-Community bezieht SGI Stellung zu den Vorwürfen seitens SCO, auch SGI habe unerlaubt Code von SCO in Linux integriert. Zwar gebe es einige kleine Teile, die im Ursprung aus dem UNIX System V stammen, doch seien diese zum einen zuvor unter einer freien Lizenz veröffentlicht worden, würden gar nicht benötigt und seien zu weiten Teilen bereits entfernt. Dennoch, so SGI, könnte SCO dem Unternehmen seine Unix-Lizenz entziehen.

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SGI nehme die Einhaltung von Urheberrechten sehr ernst, so SGI. Man habe in den letzten vier Jahren über eine Million Code-Zeilen unter Open-Source-Lizenzen gestellt. Man habe den Code aber zuvor intern ausgiebig geprüft um sicherzustellen, dass SGI auch alle entsprechenden Rechte an den Code-Teilen besitzt.

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Nachdem es im Sommer von Seiten der Linux-Community Fragen bezüglich der Routine ate_utils.c gegeben habe, sei der Code nochmals überprüft worden und dabei einige Fragmente in drei allgemeinen Routinen gefunden worden, die dem Code des UNIX System V entsprechen, sich aber ausschließlich auf die I/O-Infrastruktur für SGIs Plattform beziehen.

Die betroffenen Code-Fragmente seien nur versehentlich in dem veröffentlichten Code enthalten und von Beginn an überflüssig gewesen. Man habe besseren Ersatz gefunden, der die gleichen Funktionen im Linux-Kernel übernimmt. Insgesamt gehe es dabei um nicht mehr als 200 Code-Zeilen. Zudem seien alle gefundenen Fragmente so zuvor unter einer freien Lizenz veröffentlicht gewesen, so dass es sehr zweifelhaft sei, dass SCO irgendwelche exklusiven Rechte an diesen Code-Fragmenten besitze.

Dennoch habe man vorsichtshalber die entsprechenden Code-Teile von der eigenen Linux-Website entfernt und Ende Juni bzw. Anfang Juli Patches für Linux 2.4.x und Linux 2.5.x veröffentlicht, die kurze Zeit darauf auch in den Kernel aufgenommen wurden. So enthält der aktuelle Linux-Kernel 2.4.22 die diskutierten Code-Fragmente nicht mehr.

Infolgedessen hat SGI seinen Linux-Code einer weiteren Untersuchung unterzogen und einige weitere Code-Fragmente gefunden, die möglicherweise in Verbindung mit dem UNIX System V gebracht werden können, ähnlich wie die zuvor diskutierten Teile. Derzeit sei man dabei, die zusätzlich identifizierten Code-Fragmente zu entfernen bzw. zu ersetzen.

Ein Streitpunkt bleibt aber offenbar SGIs Journaling-Dateisystem XFS, von dem SCO behauptet, es sei widerrechtlich in Linux integriert worden. SGI sieht dies anders. XFS sei eigens von SGI entwickelt und keine von UNIX System V abgeleitete Arbeit. SGI habe alle Rechte, um XFS jederzeit an jedermann zu lizenzieren und auch das Recht, es als Open Source freizugeben. SCO stützt seine Ansprüche offenbar auf die Tatsache, dass XFS auch zusammen mit IRIX angeboten wurde, doch dies sei eine absurde Position, die weder vor dem Hintergrund von SGIs UNIX-Lizenz noch ganz allgemein nachzuvollziehen sei. "Fakt ist, unsere UNIX-Lizenz macht klar, dass SGI im Besitz aller Rechte an allem Code bleibt, die nicht Teil von AT&Ts UNIX System V waren", so Rich Altmaier, Vice President für Software bei SGI.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht teilte SGI zudem mit, dass SCO gegenüber SGI angekündigt habe, SGI seine UNIX-Lizenz zum 14. Oktober zu entziehen, auf der SGIs Betriebssystem IRIX aufbaut. Nach Ansicht von SGI ist dies aber nicht möglich und die Lizenz unwiderrufbar.



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Michael - alt 09. Okt 2003

Naja, das kenne ich anders. So mit notariellen Bestätigungen und höchst amtlich und hohen...

CE 08. Okt 2003

Daseinzige, was andere mehr dagegen tun, ist den Code nicht zu veröffentlichen. Bei...

Michael - alt 07. Okt 2003

Mir geht es doch nicht um die rechtliche Verfolgung der OpenSource-Gemeinde. So ein...

4n|)R34$ 06. Okt 2003

Ja klar: Wenn ich auf der Straße einen Flugblattverteiler treffe, der mir ein Flugblatt...

Michael 05. Okt 2003

Sorry das vorige gehört runter zu Re:LOL von CE 03.10.03.18:59


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