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Spieletest: XGRA - Futuristischer High-Speed-Raser

Spiel von Acclaim für Xbox, PlayStation 2 und Gamecube. Die Extreme-G-Reihe von Acclaim konnte in den letzten Jahren trotz fantasievollem Streckendesign und irrwitzigen Geschwindigkeiten nie ganz die Popularität anderer rasanter Science-Fiction-Rasereien wie Wipeout oder F-Zero erreichen. Mit XGRA - dem vierten Teil der Extreme-G-Serie - starten die Entwickler nun einen neuen Versuch, sich die Krone im Segment der Zukunftsrennspiele zu erobern.
/ Thorsten Wiesner
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Man beginnt als unerfahrener und unbekannter Rennpilot die Karriere und sucht sich zunächst ein virtuelles Alter Ego aus, mit dem man zunächst erste Testrennen bestehen muss. Die Auswahl hat dabei nicht nur Auswirkungen auf das Aussehen, sondern auch auf den Fahrstil - jedes Gefährt besitzt unterschiedliche Fahreigenschaften und Waffensysteme. Hat man sich erste Meriten erworben, kann man dann zu bekannteren Mannschaften wechseln oder wird gar abgeworben.

Im Vergleich zum Vorgänger Extreme-G 3 hat sich das Aufrüsten der eigenen Rennboliden doch deutlich verändert: Für gute Rennleistungen erhält man nun Punkte, die dann mehr oder weniger automatisch in neue Funktionen fürs eigene Fahrzeug oder gar gleich in ein völlig neues Gefährt investiert werden. Während die Primärwaffen wie Maschinengewehre und kleine Raketen, über die jedes Fahrzeug von Beginn an verfügt, eher unspektakulär sind und kaum Schaden anrichten, kann durch das Einsammeln von Power-Ups auf der Strecke mächtig nachgerüstet werden - mit einigen Extra-Waffen lassen sich Kontrahenten förmlich von der Strecke pusten.

Die Kurse sind nicht nur in sieben sehr unterschiedlichen Umgebungen - etwa in einem stillgelegten Kernkraftwerk oder auf einem Asteroiden - untergebracht, sondern überzeugen auch durch sehr viele Überraschungen wie Sprungschanzen, Spurverengungen und alternative Fahrmöglichkeiten. Zum Teil haben es die Entwickler allerdings ein bisschen übertrieben, so dass man manche Passagen auch nach viel Übung kaum passieren kann, ohne gegen die Bande zu rasen und von dort zurückgeschleudert zu werden. Die zu sensible Steuerung erschwert dies nochmals zusätzlich.

Der Turbo wird nicht mehr per Knopfdruck aktiviert, stattdessen steigert man die an sich schon recht hohe Geschwindigkeit durch das Überfahren bestimmter Geschwindigkeitspfeile am Boden zusätzlich. Passiert man derartige Passagen mehrmals kurz hintereinander, erreicht man einen wirklich beachtlichen Geschwindigkeitsrausch. Die Grafik kommt - zumindest in der von uns getesteten Xbox-Version - dabei trotzdem kaum ins Ruckeln. Auch die Soundkulisse kann sich hören lassen, zumal man im Options-Menü selbst einstellen darf, ob man lieber mit Rock- oder Elektro-Klängen beschallt wird.

XGRA ist für Xbox ab dem 2. Oktober 2003 erhältlich. Zusätzlich erscheint das Spiel ebenfalls am 2. Oktober für die PlayStation 2, die Gamecube-Version folgt Ende 2003.

Fazit:
XGRA bietet wie schon der gelungene Vorgänger Extreme-G 3 optisch und spielerisch äußerst rasante Rennspielaction, ein paar Designschnitzer verhindern allerdings eine Top-Wertung: Zum einen ist das Waffensystem nicht besonders ausbalanciert, aber auch die etwas zu sensible Steuerung und die manchmal zu verwinkelten Kurse drücken doch merklich auf die Spielspaß-Bremse. Unter dem Strich bleibt ein alles andere als perfektes, aber doch sehr unterhaltsames High-Speed-Vergnügen.


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