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Angetestet: Radeon 9800 XT - Aufgemotzter Radeon 9800 Pro

Optimierter, höher getakteter Grafikchip bringt bis zu 15 Prozent mehr Leistung

Am Abend des 30. September 2003 hat ATI die Schleier gelüftet und mit dem Grafikprozessor "Radeon 9800 XT" seinen jüngsten Spross vorgestellt. Obwohl es technisch gesehen ein neuer Grafikchip ist, handelt es sich doch um einen auf Chip-Ebene optimierten Radeon 9800 Pro, der trotz Fertigung in 0,15 Mikron noch einmal gesteigerte Taktraten mit sich bringt.

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ATI verspricht, dass der Radeon 9800 XT (Codename R360) im Vergleich mit dem Radeon 9800 Pro (R350) eine etwa 10 bis 15 Prozent höhere Leistung bietet. Dafür hat die kanadische Grafikchip-Schmiede u.a. die 256-Bit-Speicherschnittstelle überarbeitet und Chipkomponenten umgeordnet, so dass der Chiptakt auf 412 MHz und der Speichertakt auf 365 MHz (730 MHz DDR) angehoben wurde. Der ebenfalls in 0,15 Mikron gefertigte Radeon 9800 Pro schafft es im Vergleich dazu auf 380 MHz Chiptakt und auf 340 MHz Speichertakt. Dabei sind laut ATI die 412 MHz nicht das erreichbare Maximum, sondern ein auch für hohe Gehäuseinnentemperaturen bis 55 Grad Celsius sicherer Wert. Bei besserer Kühlung sollen sich auch Taktraten bis 430 MHz erreichen lassen.

Radeon 9800 XT - Referenz-Board von ATI
Radeon 9800 XT - Referenz-Board von ATI

Im Gegensatz zum Radeon 9800 und Radeon 9800 Pro werden Grafikkarten mit Radeon 9800 XT ATI zufolge nicht mit 128 oder 256 MByte, sondern nur mit 256 MByte DDR-SDRAM bestückt sein. Damit scheinen sich - zumindest im High-End-Consumer-Bereich - die 256 MByte Grafikspeicher etabliert zu haben. Aktuelle 3D-Spiele machen zwar noch kaum Gebrauch von diesen Speichermengen, doch spätestens mit Titeln wie Half Life 2 und Doom 3 dürfte sich das ändern. An Schnittstellen werden von den für AGP-8X-Steckplätze gedachten Radeon-9800-XT-Grafikkarten die üblichen unterstützt: VGA, DVI und Video-In/Video-Out (VIVO).

In puncto Kühlung hat sich ATI auch einiges einfallen lassen: Zumindest beim Referenz-Board wird die Hitze von Grafikchip und Speicher mittels Kupferplatte abgeleitet, auf die ein Lüfter mit für Grafikkarten ungewöhnlichem Durchmesser von 6 cm Luft pustet. Dieser lief zwar auch nicht leiser als die kleinen Lüfter mit 4 bis 5 cm Durchmesser, ist aber wie bei der GeForceFX-5800/5900-Konkurrenz regelbar. Sofern die Hitze nicht zu groß ist, kann der Treiber den Grafikkartenkühler automatisch runterregeln, allerdings wird diese Funktion erst ab dem Treiberpaket Catalyst 3.9 unterstützt werden und noch nicht gleich zum Verkaufsstart.

Angetestet: Radeon 9800 XT - Aufgemotzter Radeon 9800 Pro 
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