Spieletest: Wing Commander Prophecy - GBA-Weltraum-Action

Adaption des fünften Teils der Science-Fiction-Reihe

Jahrelang setzte die Wing-Commander-Reihe vor allem hinsichtlich der Präsentation immer wieder neue Maßstäbe auf dem PC, kaum eine andere Science-Fiction-Serie erfreute sich ähnlicher Beliebtheit. Mittlerweile liegt die erfolgreiche Phase der Origin-Spiele zwar schon ein gutes Stück zurück, mit der jüngst erfolgten Portierung von Wing Commander Prophecy für den Game Boy Advance erwacht die legendäre Reihe aber zu neuem Leben.

Artikel veröffentlicht am ,

Bei Wing Commander Prophecy handelte es sich seinerzeit bereits um das fünfte Wing-Commander-Spiel für PC, das vor allem mit aufwendigen, kinoreifen und minutenlangen Zwischensequenzen aufwartete. Auf dem GBA ist von diesen Sequenzen freilich nicht mehr viel vorhanden - zumeist betrachtet man zwischen den Missionen recht statische Bildschirme, auf denen man sich durch Massen von (deutschem) Text drücken muss. Da nur wenige Fetzen Sprachausgabe enthalten sind und die Musik - außer in den Kämpfen - eher unspektakulär vor sich hin düdelt, geht so leider sehr viel von der ursprünglichen Atmosphäre verloren.

Screenshot #1
Screenshot #1
Hat man aber das bekannt-verworrene Story-Geplänkel hinter sich gebracht und dem Missions-Briefing gelauscht, darf man im eigenen Raumgleiter Platz nehmen - und hier entfaltet das Spiel dann auch auf der Handheld-Konsole seinen vollen Charme. Den Entwicklern von Destination Software ist es recht gut gelungen, das Weltall in 3D auch auf dem GBA optisch imposant zu gestalten, die zahlreichen Raumschiffe sind zudem sehr liebevoll gestaltet und lassen sich wie am PC umfliegen und attackieren.

Screenshot #2
Screenshot #2
Den Großteil der 48 Missionen verbringt man natürlich mit Attacken auf diverse feindliche Raumgleiter oder auch größere Schlachtschiffe, die Schritt für Schritt ausgeschaltet werden müssen. Per Autopilot lassen sich längere Strecken zwischen den einzelnen Aufgaben zurücklegen, wer allerdings während der Aufträge nicht auf den Zustand der eigenen Schilde achtet, muss gegebenenfalls die gesamte Mission noch mal von vorn beginnen. Der Schwierigkeitsgrad ist in drei Stufen einstellbar und bietet so Einsteigern und Profis gleichermaßen genug zu tun.

Screenshot #3
Screenshot #3
Bei der Steuerung hat man sich leider ein wenig vertan: Da manche Tasten doppelt belegt sind, kommt es durchaus mal vor, dass man - anstatt das eigene Raumschiff zu beschleunigen - plötzlich das Feuer eröffnet - hier wäre etwas mehr Feinarbeit wünschenswert gewesen. Nett ist dafür der Mehrspieler-Modus, der es bis zu vier Personen erlaubt, gegeneinander Luftkämpfe auszuführen. Allerdings muss jeder der Kontrahenten hierfür auch ein eigenes Spiel-Modul besitzen.

Fazit:
Den Entwicklern von Destination Software ist es tatsächlich gelungen, die spannenden Weltall-Schlachten von Wing Commander auf den GBA zu portieren - nicht nur Besitzer der PC-Originale dürften an der Sciene-Fiction-Action viel Spaß haben. Die etwas dröge Präsentation zwischen den Missionen und die stellenweise störenden Probleme mit der Steuerung trüben das Vergnügen allerdings merklich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Giskard 29. Jul 2004

was genau willst du uns jetzt damit sagen?¿?

? 29. Jul 2004

also ich meint des wing commander prophecy von 1997...da stimmt was ned....aber früher...

tw (Golem.de) 06. Okt 2003

Richtig, das Spiel ist schon seit längerem erhältlich, leider hat es aber einige Zeit...

NFec 05. Okt 2003

Also warum Golem das Spiel nun erst testet ist mir schleier haft, das steht seit Juli...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Energiewende
Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf

IT ist der Game Changer der Energiewende - nur nicht in Deutschland.
Eine Analyse von Gerd Mischler

Energiewende: Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf
Artikel
  1. Disney+, Netflix und Prime Video: Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen
    Disney+, Netflix und Prime Video
    Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen

    Das aktuelle Jahr hat viele Umbrüche im Streamingmarkt erlebt - und nächstes Jahr geht es weiter. Das wird negative Auswirkungen für Anbieter und Kunden haben.
    Eine Analyse von Ingo Pakalski

  2. Mehrjährige Haftstrafe: Betreiber von Deutschland im Deep Web verurteilt
    Mehrjährige Haftstrafe
    Betreiber von Deutschland im Deep Web verurteilt

    Der Verurteilte war Betreiber einer der größten deutschsprachigen Darknet-Plattformen für den Drogenhandel - mit rund 16.000 Benutzern.

  3. Aufkauf der Restaktien: Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen
    Aufkauf der Restaktien
    Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen

    Das Angebot des Investors für die restlichen Anteile liegt vor. Die Software AG trennt sich derweil von zwei Produkten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /