Gehaltsspiegel: Nullrunde für IT-Beschäftigte
Nur in den Bereichen Akquisition und Kontakt haben die Gehälter und Provisionen in der digitalen Wirtschaft in diesem Jahr zulegen können. Für den aktuellen dmmv-Gehaltsspiegel wurden Daten zu mehr als 2.300 Angestelltenverhältnissen ausgewertet.
Bei den realen Wochenarbeitszeiten hat sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt, so dass sich diese nun mit knapp 43 Stunden den nominalen Wochenarbeitszeiten noch weiter angenähert haben. "Die im aktuellen Gehaltsspiegel festgestellten Trends können unter den Stichworten Etablierung und Professionalisierung zusammengefasst werden", so Bernd Henning vom dmmv. "Dazu zählt auch eine fortschreitende Rückbesinnung auf traditionellere Vergütungsmodelle, die etwa im fast vollständigen Verschwinden von Stock Options für Mitarbeiter zum Ausdruck kommt. Provisionen werden nun stärker von der Leistung des einzelnen Arbeitnehmers abhängig gemacht statt vom Erfolg des Gesamtunternehmens." An Bedeutung zugenommen haben die geldwerten nichtfinanziellen Leistungen wie Jobtickets und PKW-Nutzung.
Nach wie vor werden in der IT-Branche auch wieder neue Mitarbeiter gesucht: Im Durchschnitt will jedes Unternehmen einen neuen Mitarbeiter einstellen. Überdurchschnittlicher Personalbedarf besteht wie schon in den Vorjahren im Bereich Programmierung, in diesem Jahr zusätzlich aber auch wieder im Bereich Design und Grafik. Bei der Neueinstellung von Grafikern ist den Arbeitgebern Berufserfahrung besonders wichtig. Generell wird bei neuen Mitarbeitern auf Berufserfahrung mehr als doppelt so viel Wert gelegt wie auf einen Hochschulabschluss. Persönliche Kontakte sind mit großem Abstand die wichtigste Recruitingquelle.
Weit über dem Bundesdurchschnitt liegt der Anteil ausbildender Unternehmen – jedes zweite Unternehmen bildet aus, vor allem IT-Fachberufe und Mediengestalter.
Der dmmv-Gehaltsspiegel erscheint jährlich in der dmmv-Studienreihe im HighText Verlag. Das Werk ist rund 50 Seiten stark, trägt die ISBN 3-933269-74-1 und kostet 12,80 Euro.
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