Hush ATX - Lautloser PC für Athlon XP und Pentium 4
Das Konzept und das Design des Hush ATX erinnern nicht ohne Grund stark an den FutureClient von Signum Data, da sich dessen Entwickler mit Hush selbstständig gemacht haben und die Technik nun im Alleingang weiterentwickeln wollen. Der Hush ATX kühlt Prozessor, die North-Bridge des Chipsatzes und den Grafikchip per Heatpipe und führt die Hitze über die Kühlrippen des Aluminiumgehäuses ab. Das ebenfalls passiv gekühlte 240-Watt-ATX-Netzteil soll sich automatisch auf Stromnetze mit 90 bis 250 Volt einstellen können und einen Wirkungsgrad von über 82 Prozent aufweisen.
In der Basis-Konfiguration verbaut Hush voraussichtlich Celeron-/Pentium-4-Mainboards mit VIA-P4X266A- oder Intel-845GE-Chipsatz (Onboard-Grafik), während in den leistungsfähigeren Pentium-4-Systemen ATX-Mainboards mit VIA-PT800- oder Intel-865-Chipsatz zu finden sein werden. Beim Athlon XP setzt Hush auf ein Mainboard mit VIAs KT600. Der Speicherausbau kann zwischen 128 MByte und 2 GByte DDR-SDRAM betragen, wobei der maximale Ausbau und die Speichertaktrate vom jeweiligen Mainboard abhängen. Wahlweise stehen eine AGP- und eine PCI- oder zwei PCI-Steckplätze zur Verfügung.
Wünscht ein PC-Händler/PC-Hersteller, ein leistungsfähigeres Hush-ATX-System anzubieten, stehen anstelle von Onboard-Grafik z.T. auch Grafikkarten mit ATIs Grafikprozessoren Radeon 9200, 9600 oder 9800 zur Auswahl, wobei Hush keine Angabe macht, ob auch jeweils die leistungsfähigere Pro-Version des 9600 und 9800 möglich sind. Um die leisen Rechner auch als Digitalvideorekorder einsetzen zu können, verbaut Hush TV-Tuner-Steckkarten von Hauppauge.
Auf ein optisches Laufwerk kann beim Hush ATX entweder ganz verzichtet oder ein DVD-ROM, ein CD-Brenner, ein CD-Brenner/DVD-ROM-Kombilaufwerk oder ein DVD-Brenner bestückt werden. Bei der Festplattenkapazität sind ein 3,5-Zoll-IDE-Laufwerk mit 40 bis 150 GByte oder zwei 2,5-Zoll-Festplatten mit 40 bis 80 GByte möglich, Letzteres auf Wunsch auch im RAID-Betrieb mit Accusys-Chip.
In der kleinsten Ausstattung kostet der Hush ATX laut Hush rund 1.220,- Euro und soll ab Ende Oktober 2003 lieferbar sein. Als Betriebssysteme werden entweder Linux oder Windows XP in der Home oder der Professional Edition vorinstalliert.
Zu den ersten Anbietern eines Hush-ATX-basierten Systems zählt die ANDI GmbH, deren Linux-basierter "MediaServer" jedoch als Internet-fähiger Digitalvideorekorder fungiert – in seinem Inneren stecken ein 1,7-GHz-Celeron, ein Mainboard mit VIA-P4M266A-Chipsatz, ein DVD-RW/DVD-RAM-Laufwerk, eine Festplatte (weitere Festplatten per Firewire anschließbar) mit nicht genannter Kapazität und ein DVB- oder analoger TV-Tuner zur zeit- und programmgesteuerten Aufnahme von Fernsehsendungen. In der Basisausstattung soll der "Hush ATX MediaServer" der ANDI GmbH fast 2.000,- Euro kosten und ebenfalls ab Ende Oktober 2003 erhältlich sein.


