Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel
Um die Verbreitung von WLAN zu fördern, arbeitet Intel - so wie etwa auch das US-Militär und private Projekte - an Mesh-Netzwerken. Bei Mesh-Netzen, auch als Multi-Point- oder Multi-Hop-Netzwerke bezeichnet, können Teilnehmer - egal ob Handy, PDA, Notebook, Unterhaltungselektronik oder Desktop-PC - im Ad-hoc-Modus als Relaisstation bis zum nächsten Access Point dienen. Alternativ kann auch ein Infrastruktur-Netz aufgebaut werden, bei dem nur die Access Points untereinander als Relaisstationen dienen, so dass nur einige davon mit Ethernet-Kabel- oder WMAN-Anbindung (Wireless Metropolitan Area Network) ausgestattet sein müssen.
Mesh-Netzwerke sollen nicht nur die Übertragungsraten und Netzabdeckung verbessern, sondern Providern auch die Verbreitung weiterer Access Points mit teurer Verkabelung ersparen, etwa indem der Provider einfach kleine WLAN-Relaisstationen platziert und auf seine bereits vorhandene Access-Point-Infrastruktur zugreift.

Mesh Node - Funktionierender Prototyp einer WLAN-Relaisstation
In Aktion zeigte Intel die Mesh-Netzwerktechnik auf einem Xscale-basierten 802.11b-Access-Point-Referenzdesign IXP425, einigen Relaisstationen, einem PDA mit WLAN und Centrino-Notebooks. Dabei wurden die Firmware und Treiber um das Mesh Routing Protokoll "Ad-hoc On-demand Distance Vector Routing" (AODV) erweitert, ansonsten aber herkömmliche Intel-WLAN-Hardware eingesetzt. AODV wird vom NIST entwickelt, um damit selbstorganisierende mobile ("MANET") und stationäre Ad-hoc-Netzwerke zu realisieren; die Software dazu findet sich als Linux-Source-Code im Internet.
Intel hat bereits eine eigene Erweiterung an das Projekt weitergegeben, mit der sich durch Limitationen im 802.11-MAC bedingte Bandbreitenabsenkungen über mehrere Relaisstationen vermeiden lassen sollen, indem nicht alle Teilnehmer immer senden dürfen, um Paketkollisionen zu vermeiden. Wenn Mesh-Netzwerktechnik nach Schätzung von Intel in einigen Jahren marktreif und standardisiert worden ist, soll sich bestehende 802.11-Technik dafür einsetzen lassen. Bis dahin müssen allerdings noch Probleme mit Datenschutz, Sicherung von garantierten Übertragungsraten etwa für Audio- und Videoanwendungen sowie der fairen Bandbreitenverteilung unter Nutzern gelöst werden.
Intels Senior Vice President und Cheftechniker Patrick "Pat" Gelsinger hat die Vision, dass durch die Verbesserungen in der Funktechnik ab 2010 alle produzierten Chips datenfunkfähig sind und das Verlegen weiterer Kupferleitungen damit überflüssig wird. Anstelle von Kupferkabeln würde für höhere Bandbreitenansprüche auf größere Entfernungen die Zukunft in optischen Netzwerken (Glasfaser) liegen, für alles andere sieht er jedoch in "Überall-Funknetzen" die beste Kommunikationslösung, die viele neue, noch nicht abzusehende Anwendungsmöglichkeiten eröffnen soll. Auf dem Weg dahin gelte es aber, weltweite Standards zu etablieren - während Gelsinger die amerikanische FCC lobte, bezeichnete er die Regulierungsstellen anderer Länder bei der Zusammenarbeit als nicht so fortschrittlich. Europa hätte etwa seine Probleme mit Software-basierten Radio-Modellen, die jedoch für flexible Chips und die neuen Möglichkeiten benötigt würden.
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Und der oder die Besucher in deiner "verkabelten" Welt stolpern durch die Gegend :-p Nein...
Und dann macht der nachbar den (kabellosen?;) staubsaugger an, und der akku wird leer... ;-P
Äußerst "stabile" Verbindung :-) Es bleibt dabei: Ich steh nicht auf Kabel.
*lol* halt dir mal 'ne mikrowelle an's ohr.... DA wird dir warm! ;-)