Abo
  • Services:

Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel

Um die Verbreitung von WLAN zu fördern, arbeitet Intel - so wie etwa auch das US-Militär und private Projekte - an Mesh-Netzwerken. Bei Mesh-Netzen, auch als Multi-Point- oder Multi-Hop-Netzwerke bezeichnet, können Teilnehmer - egal ob Handy, PDA, Notebook, Unterhaltungselektronik oder Desktop-PC - im Ad-hoc-Modus als Relaisstation bis zum nächsten Access Point dienen. Alternativ kann auch ein Infrastruktur-Netz aufgebaut werden, bei dem nur die Access Points untereinander als Relaisstationen dienen, so dass nur einige davon mit Ethernet-Kabel- oder WMAN-Anbindung (Wireless Metropolitan Area Network) ausgestattet sein müssen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Auswärtiges Amt, Berlin, Bonn

Mesh-Netzwerke sollen nicht nur die Übertragungsraten und Netzabdeckung verbessern, sondern Providern auch die Verbreitung weiterer Access Points mit teurer Verkabelung ersparen, etwa indem der Provider einfach kleine WLAN-Relaisstationen platziert und auf seine bereits vorhandene Access-Point-Infrastruktur zugreift.

Mesh Node - Funktionierender Prototyp einer WLAN-Relaisstation
Mesh Node - Funktionierender Prototyp einer WLAN-Relaisstation

In Aktion zeigte Intel die Mesh-Netzwerktechnik auf einem Xscale-basierten 802.11b-Access-Point-Referenzdesign IXP425, einigen Relaisstationen, einem PDA mit WLAN und Centrino-Notebooks. Dabei wurden die Firmware und Treiber um das Mesh Routing Protokoll "Ad-hoc On-demand Distance Vector Routing" (AODV) erweitert, ansonsten aber herkömmliche Intel-WLAN-Hardware eingesetzt. AODV wird vom NIST entwickelt, um damit selbstorganisierende mobile ("MANET") und stationäre Ad-hoc-Netzwerke zu realisieren; die Software dazu findet sich als Linux-Source-Code im Internet.

Intel hat bereits eine eigene Erweiterung an das Projekt weitergegeben, mit der sich durch Limitationen im 802.11-MAC bedingte Bandbreitenabsenkungen über mehrere Relaisstationen vermeiden lassen sollen, indem nicht alle Teilnehmer immer senden dürfen, um Paketkollisionen zu vermeiden. Wenn Mesh-Netzwerktechnik nach Schätzung von Intel in einigen Jahren marktreif und standardisiert worden ist, soll sich bestehende 802.11-Technik dafür einsetzen lassen. Bis dahin müssen allerdings noch Probleme mit Datenschutz, Sicherung von garantierten Übertragungsraten etwa für Audio- und Videoanwendungen sowie der fairen Bandbreitenverteilung unter Nutzern gelöst werden.

Intels Senior Vice President und Cheftechniker Patrick "Pat" Gelsinger hat die Vision, dass durch die Verbesserungen in der Funktechnik ab 2010 alle produzierten Chips datenfunkfähig sind und das Verlegen weiterer Kupferleitungen damit überflüssig wird. Anstelle von Kupferkabeln würde für höhere Bandbreitenansprüche auf größere Entfernungen die Zukunft in optischen Netzwerken (Glasfaser) liegen, für alles andere sieht er jedoch in "Überall-Funknetzen" die beste Kommunikationslösung, die viele neue, noch nicht abzusehende Anwendungsmöglichkeiten eröffnen soll. Auf dem Weg dahin gelte es aber, weltweite Standards zu etablieren - während Gelsinger die amerikanische FCC lobte, bezeichnete er die Regulierungsstellen anderer Länder bei der Zusammenarbeit als nicht so fortschrittlich. Europa hätte etwa seine Probleme mit Software-basierten Radio-Modellen, die jedoch für flexible Chips und die neuen Möglichkeiten benötigt würden.

 Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Top-Angebote
  1. 333,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. The Division 2 Gold 88,99€, Final Fantasy XIV Gamecard 60 Tage 23,99€)
  3. 76,99€
  4. (aktuell u. a. SteelSeries Rival Maus 39,99€, Bequiet PC-Gehäuse 84,90€)

shxdrive 24. Sep 2003

Und der oder die Besucher in deiner "verkabelten" Welt stolpern durch die Gegend :-p Nein...

hurricane 23. Sep 2003

Und dann macht der nachbar den (kabellosen?;) staubsaugger an, und der akku wird leer... ;-P

shxdrive 23. Sep 2003

Äußerst "stabile" Verbindung :-) Es bleibt dabei: Ich steh nicht auf Kabel.

hurricane 22. Sep 2003

*lol* halt dir mal 'ne mikrowelle an's ohr.... DA wird dir warm! ;-)

Mr.Mobil 22. Sep 2003

dann musste nicht so lange telefonieren.


Folgen Sie uns
       


Far Cry New Dawn - Test

Far Cry New Dawn ist eine wesentlich rundere und damit spaßigere Version von Far Cry 5 - wenn man über den Ingame-Shop hinwegsieht.

Far Cry New Dawn - Test Video aufrufen
Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

    •  /