Abo
  • Services:

Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel

Intel arbeitet in seiner eigenen Forschungsabteilung an einigen Datenfunktechniken, die auch ihren Weg in 802.11n finden könnten. In eigenen Tests hat Intel ermittelt, wie sich Funkwellen in welchen Frequenzen wie verteilen und entsprechende adaptive Modulations-Algorithmen entwickelt. Mit dem auch als "Channel Modeling" bezeichneten Verfahren will Intel die Datenrate etwa verdoppeln können. Auf dem IDF demonstrierte Intel, wie ohne adaptivde Modulation in einer schwierigen Umgebung bei einer Signalstärke von bis zu 75 dBm ein Durchsatz von 2,4 MBit pro Sekunde erzielt wurde, während bei adaptiver Modulation dank effizienterer Frequenznutzung 4,9 MBit pro Sekunde bei lediglich 58 dBm möglich wurden.

Stellenmarkt
  1. Bayerisches Landesamt für Steuern, Nürnberg, München
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Weitere Vorteile erbringen Intel zufolge adaptive MACs, die versuchen die zur Verfügung stehende Bandbreite besser unter allen Teilnehmern zu verteilen. Einerseits soll dies durch Vermeidung von Untätigkeits-Phasen ("Idle Time"), anderseits durch die Reduktion von Overhead erzielt werden. Zudem sollen schlecht angebundene Netzteilnehmer nicht mehr das ganze Netz in Mitleidenschaft ziehen können - bei aktuellen IEEE 802.11a/b/g sinkt leider noch die Datenrate bei den Netzteilnehmern ab, die eigentlich eine gute Signalstärke haben. Auch durch diese Verbesserungen alleine könnte die zur Verfügung stehende Bandbreite schon verdoppelt werden.

Meshes sollen mit wenig Access Points höhere Bandbreiten und Reichweiten bringen
Meshes sollen mit wenig Access Points höhere Bandbreiten und Reichweiten bringen

Weitere Datenraten- und Reichweiten-Steigerungen sollen mit so genannten intelligenten Antennen ("Smart Antenna") möglich werden: Anstelle von einer Antenne werden dabei etwa vier Stück gleichzeitig zum minimal zeitlich und räumlich verschobenen Senden und Empfangen genutzt. Entweder werden dabei mehrere verschiedene oder aber redundante Datenströme gesendet, Letzteres ist insbesondere bei Hindernissen effektiver. Das "MiMo" (Multiple Input Multiple Output) getaufte 4fach-Antennensystem erzielt laut Intel auch etwa eine vierfach höhere Datenrate als nur mit einer Antenne - wollte man die gleiche Leistung mit nur einer Antenne erreichen, müsste laut Intel eine Million Mal mehr Energie eingesetzt werden.

Die Reichweite von MiMo-Antennen soll etwa 1,4-mal höher liegen als bei Einzelantennen. Der Grund, warum solche Antennensysteme noch nicht die Regel sind, liegt laut Intel darin, dass eine deutlich höhere Rechenleistung benötigt wird, um die Daten der vier Antennen wieder korrekt zuzuordnen und zusammenzusetzen. Langsam würden die Funk-Chips jedoch die Anforderungen erfüllen können, ohne dabei zu groß und energiefressend zu sein. Geht es nach Intel, wird MiMo in Zukunft in künftigen Datenfunkstandards berücksichtigt werden und auch ohne große Kosten in Notebooks und Mobiltelefonen eingesetzt werden können, da Antennen pro Stück nicht mehr als einen halben oder einen Dollar kosten würden.

 Intel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem KabelIntel: Funknetzen gehört die Zukunft - weg mit dem Kabel 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 83,90€
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

shxdrive 24. Sep 2003

Und der oder die Besucher in deiner "verkabelten" Welt stolpern durch die Gegend :-p Nein...

hurricane 23. Sep 2003

Und dann macht der nachbar den (kabellosen?;) staubsaugger an, und der akku wird leer... ;-P

shxdrive 23. Sep 2003

Äußerst "stabile" Verbindung :-) Es bleibt dabei: Ich steh nicht auf Kabel.

hurricane 22. Sep 2003

*lol* halt dir mal 'ne mikrowelle an's ohr.... DA wird dir warm! ;-)

Mr.Mobil 22. Sep 2003

dann musste nicht so lange telefonieren.


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  2. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  3. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /