Zahl der IT-Jobs binnen Jahresfrist um 50 Prozent gesunken
Vor allem die Finanzdienstleister scheinen das Interesse an Computerfachleuten verloren zu haben: Hier ist die Zahl offener Stellen um 67 Prozent auf 278 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Grund: Immer mehr Banken und Versicherer lagern ihre IT-Infrastruktur aus und setzen auf günstigere Softwareentwicklungen im Ausland.
Auch die Telekommunikationsindustrie, die Elektronikbranche sowie die Software- und Beratungshäuser verzeichnen einen Stellenrückgang von rund 50 Prozent. Dabei bewegen sich die IT-Dienstleister mit 2.057 Stellen, was einem Anteil von 21 Prozent aller angebotenen IT-Jobs entspricht, noch auf recht hohem Niveau. Einziger Lichtblick ist der Maschinenbau. Hier beträgt der Rückgang "nur" 25 Prozent auf 936 ausgeschriebene Stellen.
Im Ranking der angesagtesten IT-Berufe steht es um Netz- und Internetexperten besonders schlecht: So ging in dieser Sparte die Zahl freier Positionen um fast 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Am besten stehen derzeit noch CAD/CAM-Profis da: Hier liegt das Stellen-Minus bei 35 Prozent.
Wer trotz der schwierigen Arbeitsmarktlage in der IT-Branche Fuß fassen will, hat in Nordrhein-Westfalen den Auswertungen der Stellenanzeigen zufolge derzeit die besten Chancen. Aktuell sind dort 1.815 IT-Jobs ausgeschrieben. Im Gegensatz dazu leidet Bayern besonders unter der Krise in der IT-Industrie: Im einstigen High-Tech-Musterland schrieben die Firmen bislang nur 1.287 Stellen aus (Vorjahreszeitraum 2.455).


