Intel: Vom virtuellen PC bis hin zum Multi-Kern-Prozessor
Chip-Riese kündigt neue PC-Technik an - darunter Vanderpool und Tanglewood
Intels Präsident Paul Otellini hat auf der Eröffnungs-Keynote des Intel Developer Forums 2003 in San Jose neue Prozessor-Technik vorgestellt. Diese reichte von der Hardware-basierten Virtual-Machine für Einzelprozessor-Desktop-PCs über den Dual-Prozessor-Kern-Xeon bis hin zu Multi-Kern-Server-Prozessoren.
Mit der "Vanderpool Technology" (VT), einer Kombination aus CPU- und Chipsatz-Erweiterungen sowie Software, können mehrere voneinander getrennte Softwareumgebungen bzw. Betriebssysteme (auch unterschiedliche) auf einem Prozessor laufen - ähnlich wie es mit der Software VMWare und Virtual PC möglich ist, weitere Betriebssysteme, innerhalb eines bereits laufenden, getrennt voneinander auszuführen. Doch VT soll noch weiter gehen und auf dem Desktop-PC das ermöglichen, was im Server/Enterprise-Bereich schon länger genutzt wird: Auf einem Ein-Prozessor-Desktop-PC liefen zur Demonstration zwei getrennte "VT Partitionen", eine wurde zur Wiedergabe eines Videostreams genutzt und auf der zweiten lief das 3D-Action-Spiel Tron 2.0. Ein Kollege von Otellini beendete das Spiel, beendete das in der entsprechenden VT-Partition laufende Windows-2000-Betriebssystem und startete nach dem Neustart Windows XP. Währenddessen lief die VT Partition mit dem unter Windows XP abgespielten und per WLAN zum Fernseher gesendeten Videostream ungestört weiter.
- Intel: Vom virtuellen PC bis hin zum Multi-Kern-Prozessor
- Intel: Vom virtuellen PC bis hin zum Multi-Kern-Prozessor
Noch handelte es sich bei dem Gezeigten leider nur um eine Alpha-Version von Vanderpool, laut Intel müssen noch verschiedene Probleme (z.B. mit Audio und Video) gelöst werden, welche mit in einem System gleichzeitig und unabhängig voneinander laufenden virtuellen Instanzen auftreten können, so dass Vanderpool erst im Laufe der nächsten fünf Jahre marktreif sein werde. Anstelle des Marketingarguments "mehr Ghz" soll mit Technik wie VT der Nutzen der PC-Technik verbessert werden - und diese somit auch für den komfortableren, problemloseren Einsatz etwa im Wohnzimmer geeigneter werden.
Um PCs besser als Medienzentrale einsetzen zu können, arbeitet Intel zudem an programmierbaren "Medienprozessoren", welche Funktionen wie dreifaches Bild-im-Bild, Overlays und Überblendungen unterstützen. Ein Prototyp erlaubte es einem PC, bereits drei getrennte Videostreams zu verarbeiten. Wie die Multimedia-Prozessorbefehlserweiterungen SEE und SSE2 soll die neue Technik in Prozessoren, aber auch in Chipsätze mit integrierter Grafik einfließen können.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Intel: Vom virtuellen PC bis hin zum Multi-Kern-Prozessor |
- 1
- 2





