Fühl-Interface für Blinde soll 3D-Eindruck vermitteln
Tastsinn soll mit Steuerarmen unterstützt werden
Das EU-Projekt mit dem Namen "Graphics Access for blind People" und der griffigen englischen Abkürzung "GRAB" hat zum Ziel, ein 3D-Grafikinterace für blinde Personen zu entwickeln, mit dem diese beispielsweise Stadtpläne erfühlen können sollen.
Der Tastsinn ist für Blinde neben dem Hören der wichtigste Ersatzsinn, den sie zur Orientierung nutzen können. Mit dem 3D-Interface Haptic & Audio Virtual Environment (HAVE) sollen nun im Vergleich zu bisherigen Lösungen beliebige Oberflächen dargestellt werden. Das System besteht folglich auch aus einer Haptik-Software für die Aufbereitung der Daten und einem mechanischen Teil, der die greifbaren Eindrücke vermittelt.
Der Prototyp hat Griffstücke, die man mit den Händen manipulieren kann. So kann man eine virtuelle Oberfläche abtasten - wenn beispielsweise auf einer Landkarte eine Straße eingezeichnet ist, wird ein leichter, aber überwindbarer Widerstand gesetzt. Man kann so auch Konturen entlangfahren und Umrisse "begreifen". Das System kann auch anstelle und parallel zu haptischen Erlebnissen akustische Akzente setzen oder anstelle des eigenen Abfahrens eine Rundreise über das Objekt abspielen.
Mit dem entsprechenden Feedback sollen auch Oberflächentexturen in groben Zügen vermittelt werden können - zumindest kann man rückfedernde Materialien wie Gummi und unnachgiebiges Material nachbilden.
Derzeit ist noch unklar, wann das Gerät dem Prototypenstadium entwachsen wird.
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