Informationen aus Tauschbörsen können Musikindustrie helfen

BigChampagne führt Statistiken über häufig heruntergeladene Musik

Während etwa die Recording Industriy Association of America (RIAA) Tauschbörsen wie Kazaa weiterhin nur als Quelle unzähliger Urheberrechtsverletzungen ansieht zeigen andere, wie sich durch Tauschbörsen generierte Informationen auch positiv für die Musikindustrie nutzen lassen. Das amerikanische Unternehmen BigChampagne fertigt Statistiken über häufig heruntergeladene Musik an - und hilft so Plattenfirmen, mehr CDs zu verkaufen.

Artikel veröffentlicht am ,

BigChampagne beobachtet dabei diverse Tauschbörsen wie etwa Kazaa und erstellt dann eine Art "Hitliste" mit den am häufigsten heruntergeladenen Songs. Dabei werden getrennte Charts für verschiedene Regionen ermittelt, so dass die Macher von BigChampagne einen Überblick darüber erhalten, welche Songs beispielsweise in New York am populärsten sind. Diese Informationen wiederum verkauft das Unternehmen an Plattenfirmen, die so erfahren, welche Musik wo am meisten gehört wird und daraufhin ihr Vorgehen ausrichten können - etwa, indem sie in der betreffenden Region versuchen, die dort populäre Musik stärker im lokalen Radio zu positionieren oder zu bewerben und infolgedessen dann auch mehr CDs dieser Künstler verkaufen.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter (m/w/d) Service-Point im Team IT-Services
    Taunus Sparkasse, Bad Homburg vor der Höhe
  2. Senior Network Engineer - Network Access Control (NAC) (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
Detailsuche

Für die Auswertung von Tauschbörsen nutzt BigChampagne nach eigenen Angaben eine proprietäre Software, die Informationen über Suchanfragen und getauschte Daten sammelt. Prinzipiell würde man dabei kaum etwas anders machen als ein privater User, der nach Dateien sucht, nur dass man das Ganze in weitaus größerem Umfang betreibe. Die Macher von BigChampagne vergleichen sich dabei mit anderen Unternehmen, die etwa die Popularität von Radio- oder TV-Sendungen messen.

Wer sich nun Sorgen darüber macht, dass BigChampagne nicht nur Daten über getauschte Dateien, sondern auch über die tauschenden Nutzer sammelt, kann - zumindest laut BigChampagne - beruhigt sein. Informationen über Anwender würden nicht verfolgt und auch nicht gespeichert, so das Unternehmen. Interessant ist das Vorgehen von BigChampagne allemal - schließlich hat man es hier mit einem der ersten Unternehmen zu tun, die zeigen, inwieweit die Popularität der Tauschbörsen auch für die Musikindustrie von Vorteil sein kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Friedhelm Flopp 20. Mär 2004

naa ich kaufe einfach keine kopiergeschützten CD's .. das was kopiergeschützt ist ist...

ada 20. Dez 2003

siehe meine Antwort: https://forum.golem.de/phorum/read.php?f=21&i=7225&t=7215

LW2 01. Okt 2003

leute das gerede bringt nichts , die jungs sitzen nu mal am drücker und wir nicht . fakt...

MP3 Newbie 12. Sep 2003

Guter Beitrag! Mir gefällt an der Preis- und Vermarktungsstrategie auch so einiges nicht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pico Neo 3 Link im Test
Günstig wie Metas Quest 2 und ohne Facebook-Zwang

Nahezu identische Hardware ohne Facebook: Das Pico Neo 3 Link ist für VR-Neulinge, die jedoch auf Bytedance' Ökosystem wetten müssen.
Ein Test von Achim Fehrenbach

Pico Neo 3 Link im Test: Günstig wie Metas Quest 2 und ohne Facebook-Zwang
Artikel
  1. Rockstar Games: Viele Details zu GTA 6 geleakt - oder gefälscht
    Rockstar Games
    Viele Details zu GTA 6 geleakt - oder gefälscht

    Ein gangbasierter Onlinemodus, drei spielbare Charaktere in der Kampagne: Ein möglicher Leak zu GTA 6 sorgt für Diskussionen.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Digitale Identitäten: DID-Core-Spezifikation darf W3C-Recommendation werden
    Digitale Identitäten
    DID-Core-Spezifikation darf W3C-Recommendation werden

    Der Direktor des W3C genehmigt Recommendation-Status für die Decentralized-Identifier-Core-Spezifikation.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€, Be Quiet Silent Tower 159,90€) • iPhone SE (2022) günstig wie nie: 481,41€ • Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /