LSI liefert Chipsatz für Echtzeit-MPEG-4-AVC-Kompression
Chipsatz für den Einsatz in Versuchs- oder Klein-Anwendungen
Nachdem der Halbleiter-Hersteller LSI Logic im August 2003 VideoLocus nebst dessen echtzeitfähigen H.264-/MPEG-4-AVC-Chipsatz übernahm, ist dessen nächste Entwicklungsstufe nun auf der International Broadcasting Convention (IBC) 2003 vom 12. bis 16. September 2003 zu sehen. Damit sollen sich etwa Breitband-Gateways, Digital-Fernseher und Digital-Videorekorder ausstatten lassen.
Bei dem LSI/VideoLocus-Chipsatz soll es sich um die erste Echtzeit-Videohardware mit Standard-Fernsehauflösung für H.264/MPEG-4 Advanced Video Coding (AVC) handeln. Die Plattform besteht aus einem Echtzeit-Codierer (VLE4000), einem Echtzeit-Decodierer (VLD4000) sowie Analyse-Werkzeugen (VSA2000) für Videostreams. Der Chipsatz eigne sich derzeit besonders für den Einsatz in Versuchs- oder Klein-Anwendungen.
Sowohl der Decodierer VLE4000 als auch der Stream-Analyzer VSA2000 sind laut LSI standardkonform zu Werkzeugen gemäß dem Main Profile Level 3. Hinsichtlich der Dekodierung von Testbit-Streams bestünden die Lösungen Konformitätstests der Unternehmen, die im H.264/MPEG-4-AVC-Standardisierungsprozess beteiligt seien.
MPEG-4 AVC liefert LSI zufolge eine zweifach verbesserte Videokompressionsrate, was hinsichtlich der Codierungs-Effizienz und -Qualität den größten technologischen Fortschritt seit MPEG-2/H.262 darstelle. Entwickelt wird MPEG-4 AVC vom Joint Video Team (JVT), bestehend aus der ITU-T Video Coding Experts Group und der Motion Pictures Experts Group (MPEG).
Der zu MPEG-4 AVC voll konforme Echtzeit-Codierer von LSI soll Video mit weniger als 1 Mbps in DVD-Qualität liefern. Hiermit wird es Kabel- und Satellitenbetreibern ermöglicht, mehr Kanäle in bestehenden Systemen anzubieten, sofern sie und ihre Kunden auf neue Technik umrüsten. Verbraucher könnten etwa doppelt so viele Fernsehsendungen bzw. Filme bei gewohnter Auflösung oder einen Film mit HDTV-Auflösung auf herkömmliche DVD-Medien sichern, allerdings jeweils unter Verzicht auf eine Abwärtskompatibilität zu MPEG-2-basierten herkömmlichen DVD-Playern und DVD-Rekordern.
Ab wann die MPEG-4-AVC-Technik von LSI in ersten Endgeräten zu finden sein wird, gab LSI noch nicht an. Erste Entwicklungspakete liefert der Hersteller schon an seine Partner aus.
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