Raymond: SCO-Chef verbreitet Lügen und Halbwahrheiten
McBride hatte unter anderen Raymond aufgefordert, den Namen desjenigen herauszugeben, der für die DDoS-Attacken auf SCOs Server verantwortlich war und Raymond dabei unterstellt, dieser kenne und decke den Täter, was dieser aber abstreitet. Vielmehr habe sein öffentlicher Aufruf, die Angriffe einzustellen, Erfolg gehabt, die Angriffe aufgehört, wofür sich Blake Stowell von SCO sogar bedankt habe.
Ebenso wie man bemüht war, die DDoS-Attacken auf SCO zu beenden, sei man auch interessiert, mögliche urheberrechtliche Fragen zu klären, die klar und offen in einer verantwortlichen Art aufgezeigt werden. Aus den Linux-Kernel-Archiven gehe klar hervor, dass Code, der möglicherweise Urheberrechte verletzt, nicht in Linux aufgenommen, sondern abgelehnt wurde.
"Für uns Software-Entwickler sind Urheberrechte unser wichtigstes Pfund" , so Raymond und Perens in Reaktion auf McBrides Anschuldigungen. Auch sei die GPL eine Lizenz, die mit dem Urheberrecht arbeitet, nicht gegen dieses. "Wir weisen den Versuch, unserer Community als wilde Meute von Dieben geistigen Eigentums darzustellen, als haltlos und destruktiv zurück."
Der von der Open-Source-Community entwickelte Code sei offen für jeden einsehbar, was SCO nicht von sich behaupten könne. "Wer weiß, welche Verletzungen von Urheberrechten, entfernten Copyrights, gestohlene Technologien sich in den Tiefen geschlossener Quelltexte verbergen?"
Es gebe daher gar keinen Grund für Verhandlungen mit SCO, schließlich sei Linux das Werk der Open-Source-Entwickler und damit rechtmäßiger Besitz und gehöre weder SCO noch werde es jemals SCO gehören, so Raymond und Perens. Sei ihm die Sache ernst, solle McBride den angeblich geklauten Code offen legen und man würde schnellstmöglich der eigenen Verantwortung nachkommen und entweder sicherstellen, dass der Code rechtmäßig seinen Weg in Linux gefunden hat, oder ihn entfernen.
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