Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Spieletest: Lionheart - Rollenspiel der Baldurs-Gate-Macher

PC-Titel ab 12. September 2003 erhältlich. Fallout, Baldurs Gate, Planescape Tornment oder Icewind Dale – allesamt herausragende Rollenspiele, die von den Black Isle Studios entwickelt wurden. Mit Lionheart ist nun ein weiterer Titel der erfolgreichen Spieleschmiede erhältlich, der allerdings die Erfolgsserie des Teams kaum fortsetzen dürfte.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Lionheart versetzt den Spieler in das Jahr 1588 und lässt ihn am schroffen und rauen Mittelalter-Leben teilhaben. Allerdings hat das, was in Lionheart passiert, nur entfernt mit dem zu tun, was in Geschichtsbüchern nachgelesen werden kann. Die Entwickler haben sich stattdessen für eine alternative Story entschieden: Nachdem beim dritten Kreuzzug so einiges schief ging, ist das Gleichgewicht der Welt aus den Fugen geraten, seltsame Geister und Gestalten aus anderen Welten haben plötzlich den Zugang zur Erde erhalten. Zu allem Überfluss ist man als Spieler auch noch von einer mysteriösen Macht besessen – ein Zustand, gegen den natürlich etwas unternommen werden muss.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

So wählt man aus einer Reihe vorgefertigter Charaktere sein Alter Ego oder aber legt selbst Hand an die Charakter-Erschaffung. Wichtig ist dabei vor allem, dass man sich für einen kräftigen Recken entscheidet – in den folgenden zahllosen Kämpfen zählt Stärke mehr als alles andere. Beim Regel-System hat man sich übrigens bei Fallout bedient, so dass Kenner dieses Spiels sich schnell mit den Charaktereigenschaften zurechtfinden dürften.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Das Gameplay entpuppt sich leider recht schnell als ziemlich uninspiriertes Hack&Slay – die meiste Zeit ist man damit beschäftigt, wild mit der Maus auf Gegnerscharen zu klicken. Spielerische Abwechslung innerhalb der Kämpfe sucht man dabei vergeblich, zumal sich die Gegner – auch wenn es laut den Entwicklern fünfzig verschiedene Arten von ihnen gibt – doch sehr ähneln.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Mehr zu bieten hat dafür die recht interessante Story, die man sich zwischen den Prügeleinlagen zu Gemüte führen kann und die mit witzigen Quests aufwartet. Da man im 16. Jahrhundert unterwegs ist, trifft man nämlich auch eine ganze Reihe von Berühmtheiten aus dieser Zeit – etwa Nostradamus, DaVinci oder Shakespeare – und muss diesen bei ihrem Tageswerk unter die Arme greifen. So kommt es, dass man mal dem berühmten Dichter ein wenig in puncto Inspiration hilft oder an das neue Werk des großen Erfinders selbst Hand anlegen darf.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Optisch ist Lionheart eine ziemliche Enttäuschung – die 2D-Hintergründe wirken meist sehr detailarm, zu düster und verwaschen, die Animationen der 3D-Charaktere sind zudem holprig und abgehackt. Gelungen ist dafür der Multiplayer-Modus: Bis zu vier Spieler haben die Möglichkeit, gemeinsam die Kampagne im Kooperativ-Modus durchzuspielen.

Fazit:
Lionheart verschenkt leider viel Potenzial, die ungewöhnliche Hintergrundgeschichte mit ihren zahlreichen berühmten Persönlichkeiten wäre für deutlich mehr Abwechslung gut gewesen. Die eintönige Präsentation und das kaum motivierende hektische Hack&Slay-Spielprinzip lassen aber leider nur für begrenzte Zeit Spielspaß aufkommen.


Relevante Themen