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Interview: Deutsche Spieleentwickler im Ausland chancenlos?

Interview mit Odile Limpach von Ubi Soft

Auch wenn die PC- und Videospiel-Industrie hinsichtlich ihrer Umsätze schon mit der Film- und Musikbranche mithalten kann, fristet sie in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland weiterhin eher ein Nischendasein. Golem.de sprach mit Odile Limpach, Geschäftsführerin von Ubi Soft Entertainment Deutschland und des Entwicklungsstudios Blue Byte, über mögliche Gründe dafür, dass der Spielebranche hier zu Lande so wenig Interesse entgegengebracht wird und deutsche Produktionen nur selten im Ausland erfolgreich sind.

Artikel veröffentlicht am ,

Golem.de: Frau Limpach, Ubi Soft will sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass der deutschen Spieleindustrie eine stärkere gesellschaftliche Aufmerksamkeit zuteil wird. Was ist Ihrer Meinung nach der Grund dafür, dass die Spielebranche in Deutschland vor allem im Vergleich zu anderen europäischen Ländern so wenig wahrgenommen wird?

Odile Limpach, Ubi Soft
Odile Limpach, Ubi Soft
Limpach: In erster Linie werden wir hier zu Lande vom "Gamer" wahrgenommen, also vom Spielefan, der mehrere Spiele im Jahr - hoffentlich - im Handel erwirbt. Gamer sind über die Entwicklung von Spielen bestens informiert, auch wenn ein Spiel erst in einigen Jahren erscheint. Sie verschlingen Fachmagazine und diskutieren mit Gleichgesinnten ihrer Community in Internet-Foren oder nehmen sogar Kontakt zu Entwicklern auf. Gamer sind absolute Innovatoren, die nicht nur die Software-, sondern durch den selbstverständlichen Umgang mit neuen Technologien auch die Hardwareindustrie beeinflussen.

Aber Spiele werden nicht ausschließlich nur für diese Zielgruppe gemacht. Letztendlich geht es bei uns um interaktive Unterhaltung, die mit den unterschiedlichsten Facetten insbesondere für Familien interessant ist. Gegenüber dem Ausland hinkt Deutschland in diesem Bereich hinterher. In Frankreich oder Großbritannien ist es ganz normal, dass eine Spielekonsole im Wohnzimmer neben dem Videorekorder steht. Entsprechend ist dort familiengerechte, interaktive Unterhaltung akzeptiert und beeinflusst so neben der Freizeitgestaltung auch gesellschaftliche Bereiche wie Ausbildung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Da die Spielekonsolen nun auch onlinefähig sind und im Ausland diese Angebote vom Kunden genutzt werden, muss man sich fragen: Verliert Deutschland hier den Anschluss? Werden deutsche Firmen auch Technologiegeber für diesen Markt sein?

Die stärkere Wahrnehmung unserer Branche liegt aber auch daran, dass viele Unternehmen wie Ubi Soft ihren Hauptsitz im Ausland haben und diesen durch eine dortige Börsennotierung unterstreichen. Auftritte beispielsweise im Börsenteil der Hauptnachrichten steigern die Aufmerksamkeit immens.

Interview: Deutsche Spieleentwickler im Ausland chancenlos? 
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Steffen Reinke 01. Feb 2004

Wie es im Ausland ausschaut, kann ich im moment schlecht beurteilen. Ich würde aber eher...

Azrael 26. Jan 2004

Der witz war: beim 2. versuch war da WIRKLICH ein 3-köpfiger affe... Und alels wegen dem...

Azrael 26. Jan 2004

Der Clou in 3D gibts doch, nennt sich der clou 2. hab ich sogar hier stehen... aber 1 war...

HAL9000 08. Sep 2003

Finanzielle/wirtschaftliche Unterstützung durch den Staat - na klar, wieso nicht?! Am...

M.U.L.E 08. Sep 2003

Das kommt davon, daß Spieleschmieden wie Ascaron trotz lächerlicher Produkt doch immer...


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